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ACS Aktie: Kapitalmarkttag rückt näher

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 03:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mehrere Tochtergesellschaften meldeten neue Projekte; die Deutsche Bank senkte ihr Kursziel, hielt aber an der Kaufempfehlung fest.

Pop-Art-Comic-Illustration einer Baustelle mit Kran und Bauarbeiter in knalligen Farben
Pop-Art-Comic-Szene zeigt stilisierte Baustelle: ACS Actividades de Construcción y Servicios S.A. (ES0167050915) in bunter Comic-Baubranche-Darstellung Illustration mit AI erstellt.

Am Freitag legte die Aktie von ACS um 3,8 Prozent zu und schloss bei 95,25 Euro. Für diesen deutlichen Zuwachs gab es am spanischen Markt keine unmittelbare Unternehmensnachricht. Auch das Branchenumfeld lieferte an diesem Handelstag keinen konkreten Impuls, der die Bewegung unmittelbar erklärt hätte.

Gleichwohl blickt der spanische Infrastrukturkonzern auf eine Reihe operativer Erfolge seiner Tochtergesellschaften in der vorangegangenen Woche zurück. Vor allem im internationalen Projektgeschäft verbuchten die verschiedenen Einheiten der Gruppe mehrere wichtige Abschlüsse.

Auftragsgewinne im internationalen Geschäft

Am Donnerstag meldete die CIMIC-Tochter Sedgman einen neuen Zuschlag in Australien. Das Unternehmen erhielt von KGL Resources den Auftrag für Planung, Beschaffung und Bau der Verarbeitungsanlage beim Jervois-Kupferprojekt.

Finanzielle Details zu dieser Vereinbarung wurden dabei nicht genannt. Bereits am Mittwoch hatte Leighton Asia zudem einen Neuauftrag eines multinationalen Technologiekunden über den Ausbau und die Inbetriebnahme eines Rechenzentrums in Hongkong gemeldet.

Zusätzliche Großprojekte stärkten die Auftragslage zur Wochenmitte. HOCHTIEF sicherte sich am Mittwoch einen langfristigen Rahmenvertrag bei Sellafield Ltd für den britischen Nuklearkomplex.

Spanischen Medienberichten zufolge beläuft sich das Volumen auf 1,5 Milliarden Pfund bei einer Laufzeit von zunächst neun Jahren. Die US-Tochter Turner wurde zudem für das FARM-III-Programm der U.S. Air Force ausgewählt, das einen Gesamtrahmen von 900 Millionen Dollar umfasst.

Die jüngsten Erfolge spiegeln die breite internationale Aufstellung von ACS wider. Durch die starke Präsenz in Nordamerika, Großbritannien und dem asiatisch-pazifischen Raum federt der Konzern regionale Schwankungen im klassischen Bausektor erfolgreich ab.

Analysteneinschätzung und Expansion

Auf Analystenseite gab es am 28. September eine Neueinschätzung. Die Deutsche Bank passte ihr Kursziel für ACS von 135 Euro auf 129 Euro an. Die Kaufempfehlung mit der Einstufung „Buy“ behielten die Experten des Instituts jedoch unverändert bei.

Parallel dazu treibt der Konzern seine organisatorische Aufstellung in Nordamerika voran. Die Tochtergesellschaft FlatironDragados bezog eine neue Unternehmenszentrale in Metro Atlanta. Zudem erzielten die US-Töchter des Konzerns vordere Platzierungen in den Marktsegment-Rankings von Engineering News-Record.

Im Bereich der digitalen Infrastruktur hatte eine Konzerntochter vor rund einem Monat den Bau eines Rechenzentrums in Indien übernommen, wobei die Aktie seither um 1,0 Prozent nachgab. Das Segment für Datenzentren und technologische Großbauten bleibt dennoch ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Ausrichtung.

Ausblick auf den Kapitalmarkttag

Die solide operative Entwicklung stützt die Zuversicht der Anleger in die Ertragskraft der Gruppe. Das jüngste Kursplus fügt sich in ein insgesamt stabiles Jahr ein, in dem die Aktie seit Jahresanfang um 12 Prozent zulegen konnte.

Für Marktteilnehmer rückt nun der Spätherbst in den Mittelpunkt. Am 12. November legt ACS die Ergebnisse für die ersten neun Monate vor. Am selben Tag veranstaltet das Management seinen Kapitalmarkttag, um über die strategischen Schwerpunkte und die künftigen Wachstumspläne der Unternehmensgruppe zu informieren.

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