Adidas, Aktie

Adidas Aktie: 3,77 Prozent Erholung auf 165 Euro

Veröffentlicht am: 04.08.2026 um 01:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Adidas-Aktie erholt sich nach Kursrutsch dank Insiderkäufen und positiver Analystenstimmen. Konzern hebt Umsatzprognose an, Gewinnziel bleibt unverändert.

Adidas-Aktie: Insiderkauf und Analystenlob beflügeln Erholung nach Kurseinbruch
Abstrakte Darstellung einer modernen Einzelhandelsumgebung mit Fokus auf Texturen und Licht zur Symbolisierung einer Markterholung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Adidas-Aktien erholen sich am Montag deutlich. Der Kurs steigt um 3,77 Prozent auf 165,15 Euro. Ein Insiderkauf des Vorstandschefs und positive Analystenstimmen treiben die Käufer zurück in den Titel.

Der Anstieg ist eine Gegenbewegung auf den scharfen Rücksetzer der vergangenen Woche. Am 30. Juli war die Aktie nach den Zahlen zum zweiten Quartal zweistellig eingebrochen. Auf Sicht von 30 Tagen steht das Papier trotz der Erholung am Montag noch immer mit fast 11 Prozent im Minus.

Analysten bleiben trotz Kostendruck optimistisch

Die Reaktionen der Investmentbanken fallen überwiegend positiv aus. Mehrere Häuser bekräftigten ihre Kaufempfehlungen, auch wenn die operativen Kosten im zweiten Quartal höher lagen als erwartet.

  • JPMorgan: Overweight, Kursziel 230 Euro
  • Jefferies: Buy, Kursziel 205 Euro
  • Deutsche Bank und UBS: Kaufempfehlungen, Kursziele zwischen 205 und 219 Euro

JPMorgan-Analystin Wendy Liu ordnet die Zahlen ein: Die Umsätze seien solide, aber nicht überraschend stark gewesen. Das operative Ergebnis habe wegen der höheren Kosten enttäuscht. Jefferies verweist auf ähnliche Punkte, sieht die Wachstumsdynamik im zweiten Quartal aber als tragfähig.

Adidas erhöht Umsatzprognose, hält an Gewinnziel fest

Adidas passt seine Jahresprognose an. Das Unternehmen erwartet nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent. Zuvor hatte das Management nur ein Plus im hohen einstelligen Bereich in Aussicht gestellt.

Beim Gewinn bleibt der Konzern vorsichtiger. Adidas rechnet für 2026 weiter mit einem Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro. Analysten hatten hier bereits 2,4 Milliarden Euro auf dem Zettel. Die Lücke erklärt einen Teil der Skepsis bei den höheren Kosten.

Finanzvorstand Ohlmeyer verlässt den Konzern

Neben den Zahlen sorgt ein personeller Wechsel für Gesprächsstoff. Der langjährige Finanzvorstand Harm Ohlmeyer verlängert seinen auslaufenden Vertrag nicht. Das teilte Adidas separat mit.

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Der Kurs liegt noch rund 5,3 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 174,34 Euro. Erst ein nachhaltiger Sprung über diese Marke würde die Erholung technisch bestätigen.

Der nächste Termin für Anleger steht bereits fest: Am 29. Oktober 2026 legt Adidas die Zahlen zum dritten Quartal vor. Dann zeigt sich, ob die erhöhten WM-Marketingkosten ein Einmaleffekt bleiben und sich die operative Marge im zweiten Halbjahr erholt.

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