AeroVironment, Aktie

AeroVironment Aktie: 41 Prozent seit Jahresbeginn verloren

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 08:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AeroVironment übertrifft im ersten Quartal die Prognosen, bestätigt die Jahresziele und erhält zugleich ein niedrigeres Kursziel von 185 US-Dollar.

AeroVironment übertrifft Erwartungen mit Rekordquartal
Abstrakte Darstellung der Luft- und Raumfahrtindustrie mit düsterer, technischer Ästhetik und fallender Marktdynamik. Illustration mit AI erstellt.

AeroVironment meldete am vergangenen Mittwoch die Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027. Mit einem Umsatzrekord und einem historisch hohen Auftragsbestand unterstreicht der US-Spezialist für unbemannte Flugsysteme seine ambitionierte Wachstumsstrategie. Obwohl die operative Entwicklung die Markterwartungen übertraf, bleibt das Umfeld an der Börse für den Titel herausfordernd.

Das Unternehmen erzielte in dem am 1. August 2026 beendeten Quartal einen Rekordumsatz von 480,5 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie belief sich auf 0,59 US-Dollar. Damit konnten die Konsensschätzungen der Analysten Medienberichten zufolge geschlagen werden. Ein wesentlicher Treiber für die künftige Entwicklung sind die massiven Neubuchungen, die im Berichtszeitraum einen Wert von 0,7 Milliarden US-Dollar erreichten.

Historischer Auftragsbestand stützt Jahresziele

Der finanzierte Auftragsbestand kletterte auf den Rekordwert von 1,5 Milliarden US-Dollar. Aufgrund dieser soliden Auftragslage bestätigte die Geschäftsführung ihre Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2027. Erwartet wird ein Jahresumsatz zwischen 2,125 Milliarden und 2,225 Milliarden US-Dollar. Das Management rechnet zudem mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie in einer Spanne von 3,02 bis 3,34 US-Dollar.

Zusätzlich zu den Quartalszahlen festigten jüngste Aufträge die Marktposition im Bereich der Abwehrtechnologien. Am vergangenen Dienstag meldete AeroVironment den ersten internationalen Verkaufsauftrag für das Laser-Abwehrsystem LOCUST. Dieser gewerbliche Direktverkauf hat ein Volumen von mehr als 50 Millionen US-Dollar. Er folgt auf die Auswahl des Systems durch die US-Armee für das E-HEL-Programm, die bereits vor rund zwei Wochen bekannt gegeben wurde.

Erfolge bei der Drohnenabwehr

Auf einer Fachkonferenz am vergangenen Donnerstag erläuterte das Management die Strategie, weiter in die Produktionskapazitäten zu investieren. Dies sei notwendig, um die steigende weltweite Nachfrage nach Drohnenabwehrlösungen bedienen zu können. Trotz dieser operativen Fortschritte korrigierten Analysten zuletzt ihre Erwartungen an die Kursentwicklung nach unten.

Die Bank of America senkte am Freitag ihr Kursziel für die Aktie auf 185 US-Dollar, hielt jedoch an ihrer Kaufempfehlung fest. Am Freitag verlor der Titel an Boden und beendete den Handel bei 124,90 Euro. Damit summieren sich die Verluste seit Jahresbeginn auf 41 Prozent. Mit einem aktuellen Abstand von 30 Prozent zum gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bleibt das Chartbild für Anleger vorerst eingetrübt.

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