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Affirm Holdings Aktie: Gewinn schlägt Erwartungen

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 11:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Zahlungsanbieter steigert Umsatz und Nettogewinn im ersten Quartal und erhöht sein Volumenziel für das Gesamtjahr.
Abstrakte Darstellung von finanziellem Wachstum und positiver Marktstimmung in einer modernen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Gute Zahlen, schwache Reaktion: Affirm hat im ersten Geschäftsquartal 2027 Umsatz und Gewinn über den Erwartungen abgeliefert und die Jahresprognose angehoben. Die Aktie gab im vorbörslichen Handel am Freitag trotzdem um mehr als vier Prozent nach.

Zahlen über den Erwartungen

Der Bezahldienstleister verdiente 47 Cent je Aktie, Analysten hatten mit 38 Cent gerechnet. Der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu auf rund 164 Millionen Dollar, nach knapp 81 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 35 Prozent auf 1,26 Milliarden Dollar.

Das Transaktionsvolumen (GMV) legte um 33 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar zu. Die Zahl der Transaktionen wuchs mit 34 Prozent auf 56 Millionen im gleichen Tempo.

Die Plattform gewinnt zudem Breite. Die aktiven Verbraucher stiegen um 19 Prozent auf 28,7 Millionen, die Zahl der aktiven Händler sogar um 48 Prozent auf 621.000. Treiber waren eine Wallet-Partnerschaft, kleinere Händler über Softwarepartner und ein großer Anbieter digitaler Rechnungen. Rund ein Fünftel des Händlerzuwachses gegenüber dem Vorquartal entfiel auf die Expansion nach Kanada und Großbritannien.

Warum die Aktie trotzdem nachgibt

Für das laufende Quartal peilt Affirm einen Umsatz zwischen 1,435 und 1,465 Milliarden Dollar an, der Konsens lag bei 1,43 Milliarden. Beim GMV stellt das Unternehmen 17,9 bis 18,2 Milliarden Dollar in Aussicht. Für das Gesamtjahr hebt es das Volumenziel auf mehr als 65,25 Milliarden Dollar an, zuvor waren es mehr als 64 Milliarden.

Marktbeobachter führen den Kursrückgang auf zwei Punkte zurück: die Risikovorsorge für Kreditausfälle und die Wachstumsprognose für das GMV im zweiten Quartal. Truist hält die Prognose für konservativer als üblich. Die höhere Vorsorge erklärt das Haus mit einem Wechsel hin zu verzinslichen Krediten und einigen Tests im Quartal. Die Analysten bleiben Käufer, gerade bei Schwäche.

Goldman Sachs bestätigt das Votum "Buy". Die Bank hebt eine hohe Zusatzmarge hervor, die das bereinigte operative Ergebnis um 8 Prozent über die Erwartungen getrieben habe. Sie sieht weiterhin mehrere Hebel für Wachstum.

Was als Nächstes zählt

Die Quartalszahlen stützen den operativen Kurs. Die Aktie dürfte sich nun daran messen lassen, ob die Kreditqualität stabil bleibt und das zweite Quartal die angepeilten 17,9 bis 18,2 Milliarden Dollar Volumen erreicht oder übertrifft.

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