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Agrana Beteiligungs Aktie: Deal für Aromensparte

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 13:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Agrana will den Aromenhersteller esarom vollständig erwerben und damit das Food-&-Beverage-Geschäft erweitern; der Abschluss hängt von der Kartellfreigabe ab.

Agrana übernimmt esarom für 150 Millionen Euro
Nahaufnahme von frischen Früchten in einer modernen Produktionsanlage für die Aromenherstellung Illustration mit AI erstellt.

Agrana greift zu: Der österreichische Rohstoffveredler hat beschlossen, den Aromenhersteller esarom komplett zu übernehmen. Der Zeitpunkt kommt nicht zufällig — mit dem Zukauf will das Unternehmen sein Geschäft mit Food & Beverage Solutions gezielt ausbauen.

Aromen-Spezialist ergänzt Fruchtgeschäft

Die Übernahme umfasst 100 Prozent der Anteile an der esarom gmbh sowie der esarom holding gmbh. Das 1946 gegründete Unternehmen aus Oberrohrbach ist auf maßgeschneiderte Geschmacks- und Getränkelösungen spezialisiert und bringt umfassendes Formulierungs-Know-how mit, dazu eine starke Exportausrichtung nach Mittel- und Osteuropa sowie in den Mittleren Osten und nach Zentralasien.

Für Agrana schließt sich damit eine Lücke im Portfolio. Das Unternehmen ist bereits Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen und einer der größten Hersteller von Apfel- und Beerensaftkonzentraten. Esarom soll diese Basis um Aromen, Grundstoffe und funktionale Mischungen erweitern — CEO Stephan Büttner spricht von komplementären Kompetenzen, die zu einem stärkeren Gesamtangebot verschmelzen sollen.

Konkret ist eine Zusammenführung der esarom-Standorte in Oberrohrbach und Rückersdorf mit dem bestehenden Agrana-Standort Kröllendorf geplant. Aus den drei Standorten soll ein integrierter Verbund entstehen, der Produktion, Entwicklung und Kundenbetreuung enger verzahnt.

Der Preis: 150 Millionen Euro Unternehmenswert

Esarom erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 112 Millionen Euro und beschäftigt knapp 400 Mitarbeitende. Auf Basis eines EBITDA-Multiples von 9,0 ergibt sich ein vereinbarter Unternehmenswert von rund 150 Millionen Euro. Käufer und Verkäufer haben sich zusätzlich über marktübliche Preisanpassungsmechanismen und erfolgsabhängige Kaufpreiskomponenten abgesichert.

Die Finanzierung der Transaktion ist laut Unternehmensangaben durch die Liquiditätsposition der Agrana-Gruppe sowie verfügbare Bankenlinien gesichert. Für den Konzern mit einem Jahresumsatz von rund 3,2 Milliarden Euro ist die Summe finanziell gut verdaubar.

Die Vertragsunterzeichnung soll zeitnah erfolgen. Der eigentliche Abschluss der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Freigabe und wird nach aktuellem Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 2027/28 erwartet.

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