Airbus Aktie: A350F-Erstflug am 24. September erwartet
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 11:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Airbus nähert sich einem wichtigen Meilenstein: Der Erstflug des A350F-Frachtflugzeugs soll noch im September stattfinden, mit einem anvisierten Zieldatum um den 24. September, wie mehrere Medien berichten.
Zuvor war die erste Testmaschine des Typs, registriert als F-WXLD, am 19. August in einer besonderen Lackierung mit Lieferbox-Design aus der Werkshalle gerollt worden. Damit rückt der Konzern seinem lang erwarteten Einstieg ins Frachtflugzeug-Segment näher, nachdem der Termin zuvor mehrfach verschoben worden war.
Die Aktie notierte zuletzt bei 203,65 Euro und büßte am Montag geringfügig um 0,05 Prozent ein. Über die vergangenen sieben Handelstage summiert sich der Rückgang auf 2,9 Prozent, über 30 Tage auf 2,4 Prozent.
Seit Jahresbeginn steht jedoch weiterhin ein Plus von 3,1 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht sogar ein Zuwachs von 12 Prozent. Vom Rekordhoch bei 221,25 Euro, erreicht am 13. Januar, trennen das Papier aktuell 8,0 Prozent.
Auftragsbücher füllen sich weiter
Operativ zeigt sich Airbus in robuster Verfassung. Bis Ende Juli lieferte der Konzern 418 Flugzeuge aus und lag damit 51 Maschinen vor Boeing. Die Nettobestellungen für das laufende Jahr überschritten nach mehr als 200 zusätzlichen Aufträgen im Juli die Marke von 1.000. Diese Dynamik dürfte sich fortsetzen: Biman Bangladesh Airlines bereitet nach Medienberichten den Abschluss eines Auftrags über zehn Maschinen vor – vier Langstreckenjets vom Typ A350-900 und sechs A321neo-Schmalrumpfflugzeuge. Die Unterzeichnung wird bis zum 31. August erwartet.
Auf der Kapitalmarktseite hatte Morgan Stanley Mitte August das Kursziel für Airbus von 227 auf 255 Euro angehoben und die Einstufung Overweight bestätigt. Zum Zeitpunkt der Anhebung implizierte das Ziel ein Aufwärtspotenzial von rund 18 Prozent gegenüber dem damaligen Kurs.
Spannungen in Spanien belasten das Betriebsklima
Neben der operativen Stärke bleibt die Personalsituation ein Belastungsfaktor. Airbus hat Pläne zur Eindämmung von Homeoffice-Regelungen abgeschwächt, nachdem Gewerkschaften mit einer Serie von Streiks in spanischen Werken protestiert hatten.
Rund 40 Prozent der 14.000 Beschäftigten am spanischen Standort beteiligten sich an Arbeitsniederlegungen, die sich neben der Telearbeit auch an Themen wie Verkehrsanbindung, Urlaubsregelungen und Gehältern entzündeten. Der Konzern reagierte mit Zugeständnissen, um den Konflikt zu entschärfen.
Für Anleger ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Auf der operativen Seite liefert Airbus solide Zahlen bei Auslieferungen und Bestellungen, während das bevorstehende A350F-Programm zusätzliches Wachstumspotenzial im Frachtsegment eröffnet.
Der jüngste Kursrückgang der vergangenen Wochen spiegelt eher allgemeine Marktbewegungen wider als fundamentale Probleme – der Titel bewegt sich mit einem Abstand von 4,4 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt weiterhin in einem intakten mittelfristigen Aufwärtstrend. Die Arbeitskonflikte in Spanien bleiben ein Risikofaktor, den es in den kommenden Wochen zu beobachten gilt.
Airbus-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Airbus-Analyse vom 25. August liefert die Antwort:
Die neusten Airbus-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Airbus-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Airbus: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
