Airbus, Aktie

Airbus Aktie: Acht A350F-Frachter bestellt

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 14:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Airbus kommt dem Jahresziel mit 475 Auslieferungen näher, während A330-Probleme gelöst werden und Spaniens Tarifstreit vor der Abstimmung steht.

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Airbus hat in den ersten acht Monaten des Jahres 475 Flugzeuge ausgeliefert, nach 434 im Vorjahreszeitraum. Damit liegt der Flugzeugbauer trotz eines Produktionsproblems beim A330 weitgehend im Plan für das Jahresziel von 870 Auslieferungen. Allein im August waren es 57 Maschinen.

Zu den August-Aufträgen zählten laut Unternehmensangaben acht A350F-Frachter, die ein bislang nicht genannter Kunde bestellt hat. Es handelt sich dabei um neue Bestellungen, nicht um Auslieferungen des Frachtmodells – ausgeliefert wurden im August lediglich Passagierversionen der A350-Familie.

A330-Problem offenbar überwunden

Airbus hatte die Auslieferungen des A330 über den Sommer verlangsamt, nachdem ein isoliertes Qualitätsproblem an einem Höhenleitwerk der Maschine aufgetreten war. Reuters berichtete, dass im Juni und Juli überhaupt kein A330 ausgeliefert wurde, im August dann eine einzige Maschine.

Airbus erklärte, es habe die betroffenen Flugzeuge in der Produktion inspiziert und die Auslieferungen inzwischen wieder aufgenommen. Der Ausrutscher bei einem der wichtigsten Langstreckenmodelle hatte zuletzt Zweifel an der Jahresprognose genährt – die aktuellen Zahlen deuten nun auf eine Stabilisierung hin.

Einigung mit Gewerkschaften in Spanien

Parallel zeichnet sich eine Lösung im spanischen Tarifkonflikt ab. Airbus erzielte mit vier Gewerkschaften eine vorläufige Einigung, die nach wochenlangen Streiks an den spanischen Werken nun der Belegschaft zur verbindlichen Abstimmung vorgelegt wird. Ein Scheitern der Abstimmung würde neue Unsicherheit über die Produktionskapazitäten in Spanien bedeuten, ein positives Votum dagegen dürfte den operativen Druck auf das Unternehmen weiter mindern.

A350F-Erstflug weiterhin für Ende September geplant

Für den verspäteten Frachter A350F hält Airbus laut Berichten von Reuters am Zeitplan fest: Der Erstflug soll demnach Ende September stattfinden. Das Modell gilt als wichtiger Baustein für die künftige Wachstumsstrategie im Frachtsegment, nachdem sich das Programm zuvor verzögert hatte.

Kursreaktion und Einordnung

Die Airbus-Aktie notiert am heutigen Donnerstag bei 197,74 Euro und legt damit rund 1,2 Prozent zu. Auf Monatssicht steht das Papier jedoch mit 6,8 Prozent im Minus und liegt gut elf Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 221,25 Euro aus dem Januar. Die jüngsten operativen Fortschritte bei A330-Produktion und Tarifverhandlungen liefern damit einen möglichen Ansatzpunkt für eine Erholung, nachdem die Aktie zuletzt unter Druck stand.

Insgesamt zeichnet sich ein Bild ab, in dem Airbus mehrere offene Baustellen gleichzeitig abarbeitet: die Produktionsprobleme beim A330, den Tarifkonflikt in Spanien und die Vorbereitung des A350F-Erstflugs. Für Anleger bleibt entscheidend, ob sich die Auslieferungsdynamik der vergangenen Monate bis zum Jahresende fortsetzt und das Ziel von 870 Maschinen tatsächlich erreichbar bleibt.

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