Alamos, Gold

Alamos Gold Aktie: Schacht-Inbetriebnahme auf Mitte 2027 verschoben

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 15:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Goldpreise steigerten den Umsatz, während die Förderung sank; der Schacht im Island Gold District soll Mitte 2027 starten.
Abstrakte Darstellung eines Goldminen-Tunnels mit dramatischem Lichteinfall und goldener Textur. Illustration mit AI erstellt.

Alamos Gold hat die Inbetriebnahme des Schachts im Island Gold District auf Mitte 2027 verschoben. Die gestern veröffentlichten Quartalszahlen zeigen zugleich weniger Produktion trotz höherer Goldpreise. Die Aktie verliert heute -7,7%. Für Anleger stehen damit die angekündigte Erholung im Schlussquartal und die Umsetzung der Ausbauprojekte im Mittelpunkt.

Höhere Goldpreise gleichen Produktionsrückgang aus

Im dritten Quartal 2026 produzierte Alamos Gold 119.000 Unzen nach 141.700 Unzen im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang der Fördermenge belastete das operative Bild. Der Island Gold District setzte dagegen mit einer Rekordproduktion einen positiven Akzent.

Höhere Verkaufspreise stützten die Erlöse trotz der geringeren Förderung. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 10% auf 510,4 Mio. US-Dollar. Der durchschnittlich erzielte Goldpreis lag bei 4.258 US-Dollar je Unze.

Beim Ergebnis fällt die Bilanz unterschiedlich aus: Der ausgewiesene Nettogewinn ging zurück, während der bereinigte Gewinn zunahm. Umsatzwachstum und Gewinnentwicklung liefen damit nicht durchgehend in dieselbe Richtung.

Der Nettogewinn sank auf 165,6 Mio. US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis erreichte hingegen 184,0 Mio. US-Dollar nach 155,5 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal. Der höhere bereinigte Gewinn ändert somit nichts am Rückgang des ausgewiesenen Ergebnisses.

Schlussquartal soll operative Verbesserung bringen

Das Management erwartet im Schlussquartal eine höhere Produktion und niedrigere Kosten. Alamos Gold sieht sich weiterhin auf Kurs für die revidierte Jahresprognose. Die erwartete Verbesserung ist allerdings noch kein gemeldetes Ergebnis.

Für das vierte Quartal 2026 stellt das Unternehmen eine Förderung von 140.000–160.000 Unzen in Aussicht. Im abgelaufenen Quartal lagen die nachhaltigen Gesamtkosten, kurz AISC, bei 1.956 US-Dollar je Unze.

Für Anleger kommt es deshalb nicht allein auf den Goldpreis an. Entscheidend wird auch sein, ob Alamos die angekündigte höhere Förderung mit sinkenden Kosten verbinden kann. Das wäre die operative Verbesserung gegenüber dem jüngsten Quartal.

Ausbauziel bleibt trotz Verzögerung bestehen

Die Schachtinbetriebnahme verzögert sich wegen zusätzlicher Arbeiten am Erz- und Abraumtransportsystem um etwa ein Quartal. Der neue Termin liegt nun Mitte 2027. Das langfristige Ziel bleibt eine Jahresproduktion von rund einer Million Unzen bis 2030.

An den anderen genannten Projektterminen hält Alamos fest. Die Erweiterung der Magino-Mühle soll weiterhin 2028 abgeschlossen werden. Für Lynn Lake bleibt die erste Produktion im ersten Halbjahr 2029 vorgesehen.

Die Verzögerung verändert damit den Zeitplan eines wichtigen Ausbauprojekts, bislang aber nicht das langfristige Produktionsziel. Kurzfristig muss Alamos zunächst zeigen, dass die angekündigte Verbesserung im Schlussquartal gelingt. Sie wäre ein konkreter Fortschritt, bevor die größeren Ausbauprojekte ihren Beitrag leisten sollen.

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