Alfa Laval Aktie: RekordauftrÀge, schmalere Marge
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 09:26 Uhr | Redaktion boerse-global.deAlfa Laval meldet fĂŒr das dritte Quartal RekordauftrĂ€ge, doch der Gewinn je Aktie gibt leicht nach. Rechenzentren, Schiffbau und Biokraftstoffe treiben die Nachfrage. FĂŒr das Schlussquartal rechnet das Management dennoch mit einer etwas schwĂ€cheren Entwicklung.
Auftragseingang springt um ĂŒber ein Drittel
Der Auftragseingang stieg um 36 Prozent auf 23,2 Milliarden schwedische Kronen, organisch waren es 33 Prozent. Der Auftragsbestand erreichte Ende September 59,5 Milliarden Kronen, nach 48,3 Milliarden zum Jahresende 2025. Das sichert die Auslieferungen der kommenden Quartale.
Der Umsatz wuchs um 8 Prozent auf 18,6 Milliarden Kronen, organisch um 6 Prozent. Das bereinigte EBITA legte auf 3,4 Milliarden Kronen zu. Die Marge sank jedoch auf 18,1 Prozent, nach 18,4 Prozent im Vorjahr.
Unter dem Strich blieb weniger hÀngen. Der Nettogewinn fiel auf 2,26 Milliarden Kronen, das Ergebnis je Aktie auf 5,40 Kronen nach 5,53 Kronen. Der operative Cashflow verbesserte sich dagegen deutlich auf 3,4 Milliarden Kronen, nach 2,2 Milliarden im Vorjahresquartal.
Rechenzentren als Wachstumstreiber
Besonders stark lief die Sparte Energy. Dort stiegen die AuftrĂ€ge um 41 Prozent auf 7,7 Milliarden Kronen, der Umsatz legte um 33 Prozent zu. Gefragt sind KĂŒhllösungen fĂŒr Rechenzentren und die Halbleiterindustrie, vor allem in Nordamerika und Asien. Hinzu kommen eine Erholung bei WĂ€rmepumpen und stabile Nachfrage nach Klimatisierung.
Bei Rechenzentren nĂ€hern sich die Bestellungen laut Unternehmen einem annualisierten Volumen von 7 bis 8 Milliarden Kronen. Die USA stellen die gröĂten Mengen, in China wird das Wachstum zunehmend sichtbar.
Mehr Investitionen, vorsichtiger Ausblick
Die volle AuftragsbĂŒcher haben Folgen fĂŒr die Investitionsplanung. Alfa Laval hebt die Capex-Prognose fĂŒr 2027 und 2028 auf jeweils rund 4 Milliarden Kronen an. Der Schwerpunkt liegt auf der Sparte Energy.
Ăber die ersten neun Monate stieg der Umsatz um 5 Prozent, die bereinigte EBITA-Marge lag bei 17,7 Prozent nach 18,0 Prozent. Die Nettoverschuldung im VerhĂ€ltnis zum EBITDA sank auf 0,94.
FĂŒr das vierte Quartal erwartet das Management eine etwas geringere Nachfrage als im dritten, nach zwei Quartalen mit RekordauftrĂ€gen in Folge. Die globalen Marktbedingungen dĂŒrften kurzfristig gĂŒnstig bleiben. Die Aktie hatte am Vortag mit 549,60 Kronen geschlossen, ein Plus von 1,82 Prozent.
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