Allstate, Aktie

Allstate Aktie: Katastrophenschäden drücken Gewinn

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 00:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Allstate meldet für das dritte Quartal weniger Gewinn, während Policenzahl und Umsatz zulegen.
Allstate, Aktie, Katastrophenschäden, Gewinn, Policenzahl, Umsatz Illustration mit AI erstellt.

Allstate verdient im dritten Quartal deutlich weniger als vor einem Jahr, und der Grund ist schnell benannt: Unwetterschäden. Das Kerngeschäft läuft dagegen rund, die Zahl der Policen wächst.

Der Nettogewinn sank auf 2,05 Milliarden Dollar, nach 3,7 Milliarden im Vorjahresquartal. Je Aktie waren das 8,03 Dollar, nach 13,95 Dollar. Der bereinigte Gewinn fiel um 16,2 Prozent auf 2,49 Milliarden Dollar oder 9,76 Dollar je Aktie. Der Umsatz legte leicht um 0,5 Prozent auf 17,3 Milliarden Dollar zu.

Stürme treiben die Schadenquote

Die Katastrophenschäden im Property-Liability-Geschäft stiegen auf 1,65 Milliarden Dollar, fast das Dreifache des Vorjahreswerts. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich auf 86,6 nach 80,1. Der Underwriting-Gewinn fiel um 30,1 Prozent auf rund 2,0 Milliarden Dollar.

Am stärksten traf es die Hausratversicherung. Dort lag die Quote bei 89,5, im Vorjahr waren es 71,5. Die zugrunde liegende Quote ohne Katastrophen blieb mit 60,1 praktisch stabil. Das Geschäft selbst ist also profitabel, die Stürme verzerren das Bild.

In der Autoversicherung stieg die zugrunde liegende Quote auf 89,8, nach 86,0. Die Prämien wuchsen kaum, weil günstigere Produkte die durchschnittliche Prämie drücken.

Wachstum und Kapitalrückgabe

Die Policenzahl im Property-Liability-Geschäft nahm um 3,3 Prozent zu. Bei Autoversicherungen stieg das Neugeschäft um 6,3 Prozent, bei Hausrat um 10,2 Prozent. Die neuen Produkte sind inzwischen in 46 Bundesstaaten verfügbar.

Die Sparte Protection Services steigerte den Umsatz um 6,9 Prozent auf 964 Millionen Dollar. Treiber waren Garantieprodukte und Pannenhilfe. Die Datentochter Arity übernahm im Oktober INRIX und vereinbarte im November den Kauf der restlichen Anteile an Replica. Der Abschluss ist bis Ende 2026 geplant, vorbehaltlich üblicher Bedingungen.

Auf der Anlageseite belasteten steigende Zinsen. Es fielen Nettoverluste von 545 Millionen Dollar auf Investments und Derivate an, die nicht realisierten Verluste erreichten 2,6 Milliarden Dollar vor Steuern. Die laufenden Kapitalerträge legten dagegen um 228 Millionen Dollar auf 1,2 Milliarden Dollar zu.

Aktionäre erhielten im Quartal rund 1,5 Milliarden Dollar über Rückkäufe und Dividenden. Aus dem im Februar 2026 gestarteten Rückkaufprogramm über vier Milliarden Dollar stehen noch 1,3 Milliarden Dollar aus. Die Eigenkapitalrendite auf bereinigter Basis liegt bei 39,7 Prozent. Heute um 9 Uhr Ostküstenzeit (ET) erläutert das Management die Zahlen in einer Telefonkonferenz.

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