Allwyn AG Aktie: Valea Foundation kauft fast eine Million Aktien
Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 06:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die mit Großaktionär Karel Komárek verbundene Valea Foundation hat ihren Anteil an der Allwyn AG spürbar ausgebaut. Über die Börse Euronext Athens erwarb die Stiftung innerhalb weniger Handelstage knapp eine Million Anteilsscheine des Unternehmens. Die Transaktionen erfolgten vor dem Hintergrund einer regulatorischen Mitteilung nach Artikel 19 der europäischen Marktmissbrauchsverordnung.
Gestaffelte Zukäufe über Euronext Athens
Die gemeldeten Käufe verteilten sich auf den Zeitraum von Dienstag bis Donnerstag. Am Dienstag erwarb die Valea Foundation zunächst 67.342 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 11,56 Euro. Tags darauf folgte mit 637.509 Papieren zu durchschnittlich 11,58 Euro das größte Einzelvolumen der Erwerbsserie.
Am Donnerstag griff die Stiftung erneut zu und sicherte sich weitere 290.301 Anteile zu je 11,80 Euro. Über die drei Tage summierten sich die Käufe auf insgesamt 995.152 Aktien. Das gesamte Transaktionsvolumen belief sich auf 11.588.314,68 Euro.
Die Stiftung steht nicht nur mit Großaktionär Komárek in Verbindung, sondern weist auch personelle Verflechtungen mit der Führungsebene auf. Konkret bestehen enge Verbindungen zu den beiden Allwyn-Verwaltungsratsmitgliedern Pavel Saroch und Paul Schmid. Zukäufe dieser Größenordnung durch nahestehende Kreise werden am Markt aufmerksam registriert.
Eigenes Rückkaufprogramm bereits abgeschlossen
Die Zukäufe der Stiftung folgen unmittelbar auf Aktivitäten des Unternehmens selbst. Am Donnerstag meldete Allwyn den vollständigen Abschluss des eigenen Programms zum Rückkauf von Aktien. Im Rahmen dieses Vorhabens investierte die Gesellschaft das dafür vorgesehene Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro.
Zwischen dem 9. Juni und dem 5. Oktober erwarb Allwyn insgesamt 11,34 Millionen eigene Aktien. Der dabei erzielte durchschnittliche Kaufpreis lag bei 13,20 Euro je Anteilschein. Damit zog das Unternehmen vor den Käufen des Großaktionärs bereits ein beträchtliches Aktienpaket aus dem Markt.
Für die Aktionäre steht in Kürze zudem ein wichtiger Ausschüttungstermin im Kalender. Das Wertpapier wird am 21. Oktober ex Dividende gehandelt. Die vorgesehene Ausschüttung beträgt 0,20 Euro je Aktie.
Gestern ging die Aktie mit einem Tagesplus von 2,7 Prozent bei 11,89 Euro aus dem Handel. Trotz der jüngsten Kursstabilisierung liegt der Titel seit Jahresbeginn noch mit 36 Prozent im Minus. Die Signale der Insiderkäufe trafen damit auf ein über das Gesamtjahr spürbar gedrücktes Bewertungsniveau.
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