Almirall Aktie: EBITDA auf 150,7 Millionen im H1
Veröffentlicht am: 22.08.2026 um 17:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der spanische Dermatologie-Spezialist Almirall hat für das erste Halbjahr 2026 eine signifikante operative Ergebnissteigerung gemeldet. Trotz eines schwierigen Börsenumfelds, in dem das Unternehmen zuletzt neue Tiefstände markierte, bekräftigte das Management seine Ziele für das Gesamtjahr. Strategische Fortschritte in der Forschungs-Pipeline sowie eine neue Kooperation im chinesischen Markt sollen den Wachstumskurs stützen.
Operatives Wachstum und bestätigte Jahresziele
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres konnte Almirall seinen Nettoumsatz um 7,5 Prozent auf 602,7 Millionen Euro steigern. Besonders deutlich fiel der Zuwachs beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) aus, das um 23,7 Prozent auf 150,7 Millionen Euro kletterte.
Angesichts dieser Entwicklung bestätigte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr 2026. Almirall rechnet weiterhin mit einem Wachstum des Nettoumsatzes im Bereich von 9 bis 12 Prozent sowie einem EBITDA zwischen 270 und 300 Millionen Euro.
Ein wesentlicher Treiber für die künftige Entwicklung bleibt das Medikament Ebglyss (lebrikizumab). Wie das Unternehmen mitteilte, hat die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) den Zulassungsantrag für die pädiatrische Anwendung zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis bei Kindern ab einem Alter von sechs Monaten angenommen. Die Erweiterung der Zulassung auf jüngere Patientengruppen gilt als wichtiger Meilenstein für die Marktdurchdringung des Präparats.
Strategische Partnerschaft und Fokus auf Innovation in China
Parallel zur klinischen Entwicklung erweitert Almirall seine Präsenz im asiatischen Raum. Das Unternehmen schloss eine strategische Kooperations- und Lizenzvereinbarung mit Shenzhen CrystalO Biopharma Technology zur gemeinsamen Entwicklung kleinmolekularer Wirkstoffe in der medizinischen Dermatologie.
Im Rahmen dieser Vereinbarung sichert sich Almirall die exklusiven Rechte für die Entwicklung und Vermarktung der daraus resultierenden Produkte in allen globalen Märkten außerhalb des chinesischen Festlands.
Die Partnerschaft sieht eine Vorabzahlung sowie erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen für Forschung, Entwicklung und Zulassung vor. Zudem wurden gestaffelte Lizenzgebühren auf künftige Nettoumsätze vereinbart.
Dieser Schritt ist Teil einer breiteren Innovationsstrategie in China, die bereits durch die Eröffnung eines eigenen Büros in Shanghai zu Beginn des Jahres eingeleitet wurde, um gezielt lokale dermatologische Wirkstoffe für die weltweite Vermarktung zu identifizieren.
Kursdruck trotz operativer Fortschritte
An der Börse spiegelte sich die operative Dynamik zuletzt nicht wider. Die Aktie beendete den Handel gestern bei 10,58 Euro. Damit verzeichnet der Wert seit Jahresbeginn einen Rückgang von 18 Prozent. Am Mittwoch war das Papier mit 10,26 Euro auf ein neues 52-Wochen-Tief gefallen.
Medienberichten zufolge belasten allgemeine Marktschwankungen den Kurs, während automatisierte Bewertungsmodelle den fairen Wert des Unternehmens weiterhin deutlich über dem aktuellen Kursniveau ansiedeln. Anleger blicken nun darauf, ob die für das zweite Halbjahr erwarteten Markteinführungen und Forschungsdaten eine nachhaltige Trendwende an der Börse einleiten können.
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