American Airlines Aktie: Rekordumsatz, tiefere Verlustprognose
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 13:56 Uhr | Redaktion boerse-global.deRekordumsatz und trotzdem rote Zahlen: American Airlines hat im dritten Quartal so stark wie selten zuvor zugelegt und dennoch einen größeren Verlust verbucht. Der Grund ist schnell benannt. Kerosin frisst die Erlöse auf, und die Fluggesellschaft rechnet mit weiter steigenden Kosten.
Umsatz wächst, Verlust auch
Die Erlöse stiegen um 19,3 Prozent auf 16,3 Milliarden Euro Dollar. Das liegt über dem oberen Ende der eigenen Prognose. Unter dem Strich steht allerdings ein Nettoverlust von 269 Millionen Dollar oder 0,41 Dollar je Aktie, nach 114 Millionen Dollar im Vorjahr. Bereinigt beträgt der Verlust 182 Millionen Dollar.
Die Treibstoffrechnung erklärt die Lücke. Die Kosten dafür legten um 1,9 Milliarden Dollar zu, ein Plus von 67,5 Prozent. Im Schnitt zahlte die Airline 3,85 Dollar je Gallone. Der bereinigte Verlust fiel nur 71 Millionen Dollar höher aus als 2025, was die operative Stärke bei den Erlösen unterstreicht.
Premiumgeschäft als Treiber
Besonders gut lief das Premiumsegment, dessen Umsatz um 22,9 Prozent wuchs. Auch das Geschäftsreisegeschäft zog an: Die Erlöse mit Firmenkunden legten um 27,6 Prozent zu, das sechste Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum. Bei den Stückkosten ohne Treibstoff steigerte sich American nur um 3,0 Prozent, nach eigenen Angaben der beste Wert unter den großen Netzwerkairlines.
Premiumprodukte erwirtschaften rund die Hälfte der Ticketerlöse auf etwa 30 Prozent der Sitze. Auf Kurz- und Mittelstreckenjets soll der Anteil der Premiumsitze in den kommenden Jahren auf 40 Prozent steigen.
Prognose gesenkt, Kapazität gebremst
Für das Gesamtjahr erwartet das Management nun einen bereinigten Verlust von 1,00 bis 1,60 Dollar je Aktie. Im Juli stand noch eine Spanne von einem Gewinn bis 0,65 Dollar bis zu einem Verlust von 0,65 Dollar im Raum. CEO Robert Isom verwies auf das stärkste Umsatzwachstum seiner Laufbahn und kündigte für das Schlussquartal erneut Rekorderlöse an.
Die Kostenseite bleibt das Problem. Für das vierte Quartal plant American mit rund 4,70 Dollar je Gallone, fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Das würde die Treibstoffkosten um etwa 2,8 Milliarden Dollar erhöhen. Der Umsatz soll im Schlussquartal um 19,5 bis 22,5 Prozent wachsen. Das Netzwerkwachstum 2027 will die Gesellschaft angesichts der Preise gegenüber 2026 verlangsamen.
Die Liquidität gibt Spielraum: Zum Quartalsende standen 11,8 Milliarden Dollar zur Verfügung. Bis Jahresende peilt American zudem knapp eine Milliarde Dollar an jährlichen Einsparungen durch sein Effizienzprogramm an.
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