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American Well Aktie: Insider verkaufen routinemĂ€ĂŸig

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 04:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Automatische VerkÀufe zur Steuerdeckung begleiteten eine Rallye nach besser als erwarteten Quartalswerten und angehobener Jahresprognose.

American Well: Steuerbedingte AktienverkÀufe und starke Quartalszahlen
Abstrakte Darstellung einer modernen BĂŒrofassade bei wechselhaftem Licht, die MarktvolatilitĂ€t und Unternehmensdynamik symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Mehrere FĂŒhrungskrĂ€fte von American Well haben Anfang Oktober Aktien abgegeben. Wer jetzt Alarm vermutet, liegt allerdings falsch: Es handelte sich um automatische VerkĂ€ufe zur Deckung von Steuern, nicht um freiwillige Entscheidungen.

Sell-to-cover nach Aktienvergabe

Am 1. Oktober wurden Restricted Stock Units fÀllig. Zur Begleichung der darauf entfallenden Steuern verkaufte das System automatisch einen Teil der Papiere, jeweils zu 13 Dollar je Aktie.

Technologiechef Dmitry Zamansky trennte sich von 8.442 Aktien im Wert von 109.746 Dollar. Er hĂ€lt weiterhin 224.178 Anteile direkt. Phyllis Gotlib, verantwortlich fĂŒr das internationale GeschĂ€ft, verkaufte 6.677 Aktien fĂŒr 86.801 Dollar.

Ihr bleiben 142.504 Aktien, dazu kommen indirekt gehaltene Papiere ihres Ehemanns. Finanzchef-nahe Positionen fielen kleiner aus: Chief Accounting Officer Paul Francis McNeice gab 653 Aktien im Wert von 8.489 Dollar ab und behĂ€lt rund 9.000 StĂŒck.

Die BetrĂ€ge sind ĂŒberschaubar. Die VerkĂ€ufe sagen wenig ĂŒber die EinschĂ€tzung des Managements aus.

Rallye mit RĂŒckenwind aus dem Quartal

Der Kontext ist die starke Kursentwicklung. Die Aktie notiert bei 12,70 Dollar, nicht weit vom Jahreshoch von 14,19 Dollar entfernt. Seit Jahresbeginn legte sie rund 159 Prozent zu, wobei die Schwankungen hoch bleiben.

Treiber waren die Zahlen zum zweiten Quartal 2026. Der bereinigte Verlust je Aktie fiel mit 0,59 Dollar deutlich kleiner aus als die erwarteten 0,89 Dollar. Der Umsatz lag mit 52,05 Millionen Dollar ĂŒber der Prognose von 50,10 Millionen. Das Unternehmen hob daraufhin seine Jahresprognose an.

Truist Securities zog nach und erhöhte das Kursziel von 7,50 auf 12,00 Dollar, bei weiterhin neutraler Einstufung ("Hold"). Die Bank stĂŒtzt sich nun auf das VerhĂ€ltnis von Unternehmenswert zu EBITDA fĂŒr 2028. FĂŒr den Umsatz rechnet sie mit 203 Millionen Dollar in diesem und 207 Millionen im kommenden Jahr.

AuffĂ€llig: Der aktuelle Kurs liegt bereits ĂŒber Truists Ziel. Die Rallye hat die EinschĂ€tzung dieses Analysten also ĂŒberholt, wĂ€hrend andere Bewertungsmodelle die Aktie weiterhin als unterbewertet einstufen. Die Meinungen zur Bewertung gehen damit klar auseinander. Die nĂ€chsten Quartalszahlen zeigen, ob Amwell den angehobenen Ausblick bestĂ€tigen kann.

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