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AMG Aktie: Zweitnotiz in Frankfurt für 2026 geplant

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 03:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

AMG strebt 2026 die Zweitnotiz in Frankfurt an. Starke Quartalszahlen und angehobene Prognose untermauern die Expansionsstrategie des Spezialmetallkonzerns.

AMG Critical Materials: Zweitnotiz in Frankfurt geplant – Expansion schreitet voran
Ein moderner Börsensaal mit verschwommenen Finanzexperten in einer professionellen Arbeitsumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das Spezialmetall-Unternehmen AMG Critical Materials bereitet den Sprung auf das Frankfurter Parkett vor. Wie die Gesellschaft gestern am Montag bekannt gab, wurde die Beantragung einer Zweitnotiz an der Frankfurter Wertpapierbörse beschlossen.

Die Umsetzung dieses Schritts wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet. Damit reagiert das Unternehmen auf seine wachsende operative Präsenz im deutschen Markt. Die Aktie, die seit Jahresbeginn ein Plus von 11 % verzeichnet, schloss am gestrigen Handelstag bei 31,68 €.

Strategischer Schritt für den deutschen Kapitalmarkt

Die geplante Notierung in Frankfurt unterstreicht die strategische Ausrichtung von AMG, den Zugang zu europäischen Investoren zu verbreitern und die Sichtbarkeit in Deutschland zu erhöhen. Bisher ist das Unternehmen primär an der Euronext in Amsterdam gelistet. Der Schritt erfolgt in einer Phase, in der das Unternehmen seine industrielle Basis in Europa massiv ausbaut.

Parallel zur Vorbereitung des Börsengangs hat AMG seine finanzielle Basis neu geordnet. Medienberichten zufolge sicherte sich der Konzern eine Refinanzierung über einen siebenjährigen Kredit in Höhe von 500 Millionen US-Dollar mit einem Zinssatz von 6,8 %.

Diese Liquidität soll die laufenden Expansionsprojekte absichern, während gleichzeitig die Abhängigkeit von einzelnen Geschäftsbereichen reduziert wird. So trennte sich das Unternehmen bereits von seinem Graphitgeschäft für einen Verkaufspreis von 64 Millionen US-Dollar.

Operative Fortschritte in Bitterfeld und den USA

Ein Kernstück der Expansionsstrategie ist die Lithium-Raffinerie im sachsen-anhaltischen Bitterfeld. Ende Juli nahm das Werk die kommerzielle Produktion von batteriefähigem Lithiumhydroxid auf. Damit positioniert sich AMG als einer der ersten Produzenten dieser kritischen Rohstoffe in Europa.

Während die Anlage aktuell hochgefahren wird, rechnet das Management damit, dass die volle Kapazität im Jahr 2027 erreicht wird. Zusätzlich stärkte AMG seine Position im Bereich Lithium durch den Abschluss der vollständigen Übernahme von Zinnwald Lithium.

Auch in den USA meldete das Unternehmen operative Erfolge. In Pennsylvania wurde eine neue Anlage für Chrommetall eröffnet. Diese Projekte trugen dazu bei, dass das operative Geschäft zuletzt deutlich an Fahrt gewann. Der aktuelle Kurs notiert derzeit rund 30 % über dem 52-Wochen-Tief, was das wachsende Vertrauen des Marktes in die industrielle Umsetzung der Projekte widerspiegelt.

Angehobene Jahresziele nach starkem Quartal

Die finanzielle Entwicklung stützt den Expansionskurs. Im zweiten Quartal 2026 konnte AMG den Umsatz auf 522,73 Millionen US-Dollar steigern. Das bereinigte EBITDA kletterte im Vorjahresvergleich um 30 % auf 92 Millionen US-Dollar. Besonders deutlich fiel der Anstieg beim Nettogewinn aus, der sich von 12 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal auf 28 Millionen US-Dollar mehr als verdoppelte.

Aufgrund dieser starken Geschäftsentwicklung hob die Unternehmensführung die Prognose für das Gesamtjahr an. Das bereinigte EBITDA wird nun in einer Spanne zwischen 230 Millionen und 250 Millionen US-Dollar erwartet, nachdem zuvor ein Zielwert von bis zu 240 Millionen US-Dollar kommuniziert worden war.

Mit einer stabilen Liquidität von 508 Millionen US-Dollar und einem positiven freien Cashflow sieht sich das Unternehmen für die kommenden Investitionsphasen und die geplante Expansion an die Frankfurter Börse gut gerüstet.

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