Amkor, Aktie

Amkor Aktie: BofA hebt auf 70 Dollar Ziel

Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 21:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Amkor verliert am Freitag 6,5 Prozent, während BofA Securities die Aktie mit Buy bewertet und ein Kursziel von 70 US-Dollar nennt.

Amkor-Aktie fällt 6,5 Prozent trotz KI-Chancen und Kaufempfehlung
Abstrakte Darstellung moderner Halbleiterfertigung in einem technologischen Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

Amkor Technology musste am Freitag einen deutlichen Rücksetzer hinnehmen. Die Aktie des Spezialisten für Halbleiter-Packaging und Testdienstleistungen verzeichnete einen Tagesverlust von 6,5 % und beendete den Handel bei einem Schlusskurs von 41,50 €. Damit reihte sich das Papier in einen breiten Ausverkauf im Bereich der Halbleiterausrüstung und -materialien ein.

Auch Wettbewerber wie Entegris und Teradyne verzeichneten am Freitag Verluste, wobei Medienberichten zufolge für die Abwärtsbewegung keine unternehmensspezifischen Nachrichten als Auslöser gemeldet wurden.

Analysten sehen KI-Potenzial trotz Volatilität

Trotz der jüngsten Kursschwäche gibt es positive Signale von der Analystenseite. Am Donnerstag haben die Experten von BofA Securities die Beobachtung von Amkor Technology mit einer Kaufempfehlung ("Buy") aufgenommen.

Das Kursziel wurde auf 70,00 US-Dollar festgesetzt. Zur Begründung hieß es, das Unternehmen sei ein bisher unterschätzter Profiteur der zunehmenden Komplexität bei der Chip-Verpackung und der durch künstliche Intelligenz (KI) getriebenen Nachfrage.

Parallel dazu gewinnt der Standort USA für die Halbleiter-Infrastruktur an Bedeutung. Am Donnerstag fand der erste Spatenstich für eine neue, 4 Milliarden US-Dollar teure Forschungs- und Produktionsstätte von SK Hynix im US-Bundesstaat Indiana statt.

Wie die Purdue University mitteilte, soll diese Entwicklung das US-Ökosystem für fortschrittliche Chip-Gehäuse und die Lieferkette für Speicherchips stärken, was perspektivisch die Marktbedingungen für spezialisierte Dienstleister in der Region beeinflussen könnte.

Insiderverkäufe und Ausblick auf Fachmessen

Die Anleger verarbeiteten zuletzt zudem Nachrichten aus dem operativen Geschäft und Management-Transaktionen. Bereits am 19. August war der Kurs unter Druck geraten, als der Markt auf die Ende Juli veröffentlichte Prognose für das dritte Quartal reagierte.

Amkor rechnet für diesen Zeitraum mit einem Umsatz zwischen 1,95 Milliarden und 2,05 Milliarden US-Dollar. Einige Analystenerwartungen waren im Vorfeld höher ausgefallen, obwohl das Unternehmen im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 0,70 US-Dollar pro Aktie die Konsensschätzungen von 0,47 US-Dollar deutlich übertroffen hatte.

Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC zufolge gab es zudem eine Transaktion im Management: Mark N. Rogers, Executive Vice President und General Counsel bei Amkor, verkaufte am 19. August insgesamt 5.000 Stammaktien zu einem Durchschnittspreis von 59,78 US-Dollar. Dem Verkauf ging die Ausübung von Aktienoptionen im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans voraus.

Anleger blicken nun auf die kommende Woche, wenn vom 2. bis 4. September die Fachmesse SEMICON Taiwan in Taipeh stattfindet. Im Fokus stehen dort neue Technologien wie das Fan-Out Panel-Level Packaging (FOPLP) sowie die Zuverlässigkeit von KI-Chips. Trotz der jüngsten Korrektur weist die Amkor-Aktie ein Plus von 23 % seit Jahresbeginn auf.

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