Amphenol, Aktie

Amphenol Aktie: Zahlen kommen am 28. Oktober

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 06:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Analysehaus setzt das Kursziel auf 104 US-Dollar; Amphenol arbeitet zudem an Optikkomponenten für KI-Rechenzentren.
Amphenol Corp. Nahaufnahme vergoldeter Steckverbinder Kontaktstifte im Makro Stil ISIN US0320951017 Elektronik Illustration mit AI erstellt.

Ein breit angelegter Ausverkauf von Technologie- und Kommunikationswerten an der Wall Street hat gestern die Papiere von Amphenol belastet. Der Kurs gab am Freitag um 2,8 Prozent auf 70,63 Euro nach. Laut Reuters führten Sorgen vor anhaltend hohen Zinsen sowie Zweifel an fremdfinanzierten Investitionen in künstliche Intelligenz zu deutlichen Verlusten im gesamten US-Technologiesektor, die auch Zulieferer erfassten.

Durch den jüngsten Rücksetzer vergrößerte sich der Abstand zum bisherigen 52-Wochen-Hoch auf minus 12 Prozent. Das Rekordniveau markierte die Aktie erst Anfang des Monats. Marktteilnehmer nahmen vor dem Wochenende Gewinne mit, nachdem die Bewertung vieler Hardware-Ausrüster im Zuge des anhaltenden Investitionszyklus für Rechenzentren stark gestiegen war.

Zuversicht vor den Quartalszahlen

Trotz der kurzfristigen Kursschwäche blicken einige Marktbeobachter optimistisch auf die anstehende Zwischenbilanz. Die Analysten hoben das Kursziel von 99 $ auf 104 $ an und bestätigten ihre Kaufempfehlung mit dem Votum „Buy“. Als Begründung nannte das Analysehaus die Erwartung solider Ergebnisse für das dritte Quartal sowie eines starken Ausblicks auf das vierte Quartal.

Medienberichten zufolge wird Amphenol die detaillierten Zahlen für das dritte Quartal 2026 am 28. Oktober vor Beginn des US-Börsenhandels vorlegen. Die anstehenden Finanzberichte dürften Klarheit darüber bringen, wie stark sich die Nachfrage nach Netzwerk- und Serverkomponenten im operativen Geschäft niedergeschlagen hat.

Neue Standards für KI-Rechenzentren

Auf der operativen Seite setzt Amphenol weiterhin auf den Ausbau seiner Marktposition in Hochleistungsumgebungen. Zu Beginn der Woche gaben Nvidia und Cisco Pläne für den neuen USFP-Standard für steckbare Optiken in KI-Rechenzentren bekannt. Amphenol arbeitet in diesem Rahmen gemeinsam mit TE Connectivity an der Entwicklung von Gehäusen, Steckverbindern und Modulen, um ein herstellerübergreifendes Hardware-Ökosystem aufzubauen.

Parallel dazu stärkt das Unternehmen seine weltweite Vertriebsstruktur für Nischenkomponenten. Am Mittwoch vereinbarte Newark eine Distributionspartnerschaft mit Amphenol NEXUS Technologies. Durch diese Kooperation werden die robusten Verbindungsprodukte über Newark in Nordamerika, Farnell in der Region EMEA sowie element14 im asiatisch-pazifischen Raum vertrieben.

Ob die technologische Positionierung ausreicht, um die Aktie nach den jüngsten Marktturbulenzen zu stabilisieren, wird sich vor allem an den Zahlen Ende Oktober zeigen.

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