Amrize Aktie: Wachstum trotz Kostenwelle
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 03:00 Uhr | Redaktion boerse-global.deAmrize wächst weiter, verdient aber nicht mehr im gleichen Tempo. Der nordamerikanische Baustoffkonzern hat nach dem dritten Quartal 2026 seine Jahresprognose gesenkt. Grund sind steigende Kosten, die die Profitabilität belasten.
Umsatz legt zu, Marge gerät unter Druck
Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 2,2 Prozent auf 3,77 Milliarden US-Dollar. Preiserhöhungen trugen dazu bei. Die Profitabilität konnte das Unternehmen allerdings nicht ganz halten, weil die Kosten schneller zulegten als die Erlöse.
Die Folge: Amrize kappt die Ziele für das Gesamtjahr. Konkrete neue Zielwerte lagen zum Redaktionsschluss nicht vor. Klar ist die Richtung. Der Spielraum, gestiegene Kosten über Preise weiterzugeben, reicht offenbar nicht aus, um die Ergebnisse auf Kurs zu halten.
Das Unternehmen ist erst seit der Abspaltung von Holcim eigenständig. Es beliefert Profi-Bauunternehmen in den USA und Kanada mit Baustoffen, vom Fundament bis zum Dach, und erzielte 2025 einen Umsatz von 11,8 Milliarden Dollar. Das aktuelle Quartal zeigt, wie empfindlich dieses Geschäft auf Kostenschwankungen reagiert.
Rückkaufprogramm abgeschlossen
Parallel dazu meldet Amrize den Abschluss seines Aktienrückkaufprogramms. Das Volumen von einer Milliarde Dollar ist vollständig ausgeschöpft. Das Programm lief seit dem 6. Mai 2026.
Das Unternehmen erwarb 22.446.667 eigene Aktien, das entspricht 3,96 Prozent des aktuellen Aktienkapitals. Der Verwaltungsrat will die zurückgekauften Aktien einziehen und dafür die Ermächtigung aus dem Kapitalband nutzen. Ein Einzug verringert die Zahl der ausstehenden Papiere und stützt den Gewinn je Aktie.
Eine Entlastung für das operative Geschäft ist das nicht. Der Rückkauf fällt in dieselbe Meldung wie die gesenkte Prognose und setzt damit einen Kontrapunkt: Kapital fließt an die Aktionäre zurück, während das Ergebniswachstum 2026 schwächer ausfällt als geplant.
Der Schweizer Handelsschluss lag zuletzt bei 33,09 Franken, bevor die Zahlen am Mittwochabend kamen. Die Reaktion an den Börsen steht damit noch aus und zeigt sich am Donnerstag zum Handelsstart.
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