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Anglo American Aktie: BofA setzt Kursziel auf 4.700 Pence

Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 06:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
BofA setzt auf Kupferwachstum und den geplanten Teck-Zusammenschluss; Anglo American bestätigt die Jahresprognose trotz geringerer Förderung.
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Bei Anglo American treffen schwächere Kupferförderung und Erwartungen an künftiges Wachstum aufeinander. BofA Securities stufte den Wert am Montag auf „Kaufen“ hoch und setzte das Kursziel auf 4.700 Pence.

Als Gründe nannte das Haus den vorgeschlagenen Zusammenschluss mit Teck und das Kupferwachstum. Die positive Einschätzung richtet sich damit auf die Perspektiven des Unternehmens, während die jüngsten Produktionszahlen ein gemischtes Bild liefern.

Förderprognose trotz Kupferrückgang bestätigt

Im Produktionsbericht vom 20. Oktober meldete Anglo American einen Rückgang der Kupferförderung um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 174.900 Tonnen. Über die verschiedenen Rohstoffe hinweg entwickelte sich die Produktion uneinheitlich.

Entscheidend für die Einordnung: Das Unternehmen reagierte auf die schwächere Kupferförderung nicht mit einer Senkung seiner Jahresprognose. Der Rückgang und das Festhalten an den Zielen stehen somit nebeneinander. Eine unveränderte Prognose ist allerdings noch kein Nachweis dafür, dass die erwartete Produktion bereits erreicht wurde.

Der Bericht betrifft das dritte Quartal 2026. Für das Gesamtjahr 2026 hielt Anglo American an seiner Produktionsprognose fest.

Für Anleger ergibt sich daraus eine klare Unterscheidung: Die Förderzahlen beschreiben die operative Entwicklung. Die von BofA angeführten Wachstumsperspektiven und der vorgeschlagene Teck-Zusammenschluss betreffen dagegen die künftige Aufstellung. Die Kaufempfehlung hebt den Produktionsrückgang deshalb nicht auf. Umgekehrt bedeutet der Rückgang bei unveränderter Jahresprognose auch keine gemeldete Abkehr von den Förderzielen.

Nickelverkauf bleibt ein eigener Prüfpunkt

Parallel dazu steht der geplante Verkauf des brasilianischen Nickelgeschäfts an MMG weiter unter wettbewerbsrechtlicher Prüfung. Medienberichten zufolge verlängerte die Europäische Kommission am Montag die Frist für den Abschluss der Prüfung bis zum 21. Dezember. Zuvor hatte MMG Zusagen eingereicht.

Die Fristverlängerung ist weder eine Freigabe noch eine Untersagung der geplanten Übernahme. Sie betrifft zudem einen anderen Vorgang als den vorgeschlagenen Zusammenschluss mit Teck. Für die Bewertung der Unternehmensperspektiven sollten Anleger beide Transaktionen deshalb getrennt betrachten.

Damit stehen bei Anglo American unterschiedliche Maßstäbe nebeneinander: die bestätigte Produktionsplanung, die von BofA hervorgehobene Wachstumsthese und der Prüfprozess zum Nickelverkauf. Den positiven Ausblick des Analysehauses tragen vor allem die erwarteten Perspektiven bei Kupfer und Teck – nicht eine bereits verbesserte Kupferproduktion.

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