Anglo, American

Anglo American Aktie: De Beers überrascht

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 15:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das höhere Förderziel und niedrigere Stückkosten bei De Beers stützen die Aktie trotz rückläufiger Kupferproduktion.
Anglo American plc GB00B1XZS820 illustriert isometrisch die Wertschöpfungskette vom Tagebau bis zum Metallbarren Illustration mit AI erstellt.

Anglo American hebt die Diamantenprognose an und sorgt damit für Rückenwind. Die Produktionszahlen zum dritten Quartal fielen beim Kupfer schwächer aus, die Aktie legte dennoch zu. Den Ausschlag gab der Diamantenbereich.

Diamanten mit höherem Ziel

Für 2026 peilt De Beers nun 25 bis 28 Millionen Karat an, zuvor standen 21 bis 26 Millionen im Plan. Analysten hatten im Schnitt lediglich das untere Ende der neuen Spanne erwartet.

Auch bei den Kosten gibt es gute Nachrichten: Die Stückkosten sollen bei rund 70 Dollar je Karat liegen, nach bisher 80 Dollar. Hintergrund ist, dass De Beers die Gahcho-Kué-Mine nun vollständig besitzt.

Die Sparte steht zugleich zum Verkauf. Als bevorzugter Bieter gilt Medienberichten zufolge das Konsortium Global Diamond Consortium unter Leitung des früheren De-Beers-Chefs Gareth Penny. Zuletzt hieß es, Richemont und der Schmuckhändler Signet sprächen über einen Beitritt. Bessere Eckdaten dürften die Verhandlungsposition des Konzerns nicht schwächen.

Kupfer: Wetter drückt, Ziel bleibt

Die Kupferförderung sank im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 175.000 Tonnen. Rekordschneefälle und außerplanmäßige Wartungen beeinträchtigten gegen Ende des Quartals die Produktion in Chile. Hinzu kamen niedrigere Erzgehalte bei Collahuasi.

Konzernchef Duncan Wanblad hält dennoch am Jahresziel fest. Im vierten Quartal sollen höhere Erzgehalte helfen. Anleger honorierten offenbar die Bestätigung der Prognose: Die Aktie stieg im Londoner Handel zeitweise um gut zwei Prozent auf 3.966 Pence, während der FTSE 100 schwächer startete.

Teck-Fusion: Peking als letzte Hürde

Die geplante Fusion mit Teck Resources zu einem auf Kupfer ausgerichteten Konzern kommt voran. Die Integrationsplanung ist laut Unternehmen weit fortgeschritten. Offen ist nur noch die Freigabe der chinesischen Kartellbehörde, mit der das Management in einem konstruktiven Dialog steht. Wanblad rechnet weiterhin mit dem Abschluss bis März 2027.

Auch die Analysten sind zuletzt freundlicher geworden. JPMorgan stufte die Aktie am 14. Oktober von "Underweight" auf "Neutral" hoch und hob das Kursziel von 3.350 auf 3.850 Pence an. UBS führt Anglo American in einem Kupfer-Ranking auf Platz eins. Die Aktie notiert damit inzwischen über dem JPMorgan-Ziel, die Bewertung hängt nun stärker an der Kartellfreigabe aus China.

Anzeige

Anglo American-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Anglo American-Analyse vom 20. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Anglo American-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Anglo American-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Anglo American: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | GB00B1XZS820 | ANGLO | boerse | 70373994 |