Anthropic, Aktie

Anthropic Aktie: 559 Millionen operativer Gewinn im Q2

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 03:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Anthropic peilt mit 2 Billionen Dollar Bewertung den größten Börsengang aller Zeiten an. Erstmals operativ profitabel, übertrifft das KI-Unternehmen OpenAI deutlich.

Anthropic IPO: KI-Firma strebt 2-Billionen-Bewertung an
Abstrakte Darstellung einer modernen Serverlandschaft mit blauer Beleuchtung als Symbol für technologisches Wachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Das US-KI-Unternehmen Anthropic bereitet laut Berichten von Bloomberg und der Financial Times einen massiven Börsengang für den kommenden Herbst vor. Investoren streben dabei eine Bewertung von mindestens 2 Billionen US-Dollar an, was den bisherigen Rekord des SpaceX-IPOs aus dem Juni übertreffen würde. Grundlage für diese Ambitionen ist ein explosives Umsatzwachstum im zweiten Quartal 2026, das den Konkurrenten OpenAI in den Schatten stellt.

Umsatzsprung und operative Profitabilität

Im zweiten Quartal erzielte Anthropic einen Umsatz von über 11,5 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem 787 Millionen US-Dollar erlöst wurden, entspricht dies mehr als einer Verzehnfachung der Einnahmen. Damit überholte das Unternehmen in diesem Zeitraum OpenAI, das im zweiten Quartal einen Umsatz von rund 6,7 Milliarden US-Dollar auswies.

Besonders bedeutsam für potenzielle Anleger ist der Umstand, dass Anthropic im zweiten Quartal erstmals einen operativen Gewinn in Höhe von 559 Millionen US-Dollar erzielen konnte.

Die annualisierte Umsatzrate kletterte bis Juli auf eine Spanne zwischen 65 und 75 Milliarden US-Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Geldgeber mittlerweile Einnahmen von bis zu 120 Milliarden US-Dollar. Dieses Wachstum wird maßgeblich durch den Erfolg im Bereich der Unternehmenskunden getrieben, wo die Abonnements seit Jahresbeginn um 400 Prozent zunahmen.

Erst im Mai hatte das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über 65 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, die Anthropic mit 965 Milliarden US-Dollar bewertete. Zu den Geldgebern gehören namhafte Investoren wie Sequoia, Altimeter und Amazon, das allein 5 Milliarden US-Dollar beisteuerte.

Strategischer Ausbau der Hardware-Sparte

Um die Abhängigkeit von externen Chipherstellern zu verringern, gab Anthropic heute die Verpflichtung von Amir Salek bekannt. Salek, der zuvor das TPU-Programm bei Google gründete und leitete, verstärkt das Compute-Team und soll die Entwicklung eigener KI-Chips vorantreiben. In diesem Zusammenhang steht auch ein erster Auftrag im Wert von 250 Millionen US-Dollar an das britische Chip-Startup Fractile.

Zusätzlich sichert sich das Unternehmen massiv Rechenleistung ab. Anthropic mietet Kapazitäten von xAI für monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar an. Parallel dazu wurden Partnerschaften für Rechenzentren mit Riot Platforms und Volta Infra Holdings geschlossen.

Diese Investitionen sind notwendig, um die steigende Nachfrage nach Produkten wie Claude Code zu bedienen, das bei ersten Anwendern bereits für einen Großteil der Programmierarbeit eingesetzt wird.

Konflikte und regulatorische Risiken

Trotz der starken Finanzdaten sieht sich Anthropic mit politischen und juristischen Herausforderungen konfrontiert. Das Unternehmen warf dem chinesischen Konzern Alibaba gestern in einem Brief an den US-Senat vor, sogenannte „Distillation Attacks“ auf Claude-Modelle durchgeführt zu haben, um Modelldaten für eigene Zwecke abzuschöpfen. Alibaba hat auf diese Vorwürfe bislang nicht reagiert.

Zudem weist Anthropic im Vorfeld des geplanten Börsengangs auf Risiken hin. Dazu gehört die Beendigung von Regierungsverträgen im März sowie eine wachsende Skepsis in Teilen der US-Bevölkerung gegenüber großen KI-Infrastrukturprojekten.

Dennoch scheint der Zeitplan für den Börsengang im Oktober festzustehen. Damit dürfte Anthropic dem Wettbewerber OpenAI zuvorkommen, dessen Börsendebüt Medienberichten zufolge erst für das Jahr 2027 erwartet wird. Die Federführung für den geplanten IPO haben Morgan Stanley, Goldman Sachs und JPMorgan übernommen.

Anzeige

Anthropic-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Anthropic-Analyse vom 23. August liefert die Antwort:

Die neusten Anthropic-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Anthropic-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Anthropic: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | US00ANTHROP0 | ANTHROPIC | boerse | 69987909 |