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Apple Aktie: C2-Chip markiert Abschied von Qualcomm

Veröffentlicht am: 11.09.2026 um 23:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple-Aktie legt zu, wÀhrend BofA und Rosenblatt unterschiedliche Kursziele setzen. Der C2-Chip stÀrkt Apples UnabhÀngigkeit von Qualcomm.

Fotorealistischer moderner Glas-Technologiecampus mit GrĂŒnflĂ€chen bei Tageslicht, unbranded
Fotorealistisches Bild zeigt moderne Unternehmenszentrale von Apple Inc., ISIN US0378331005, mit Glasfassade und Technologie-Campus Illustration mit AI erstellt.

Zwei AnalysehĂ€user, zwei völlig unterschiedliche Signale: WĂ€hrend Bank of America Securities das Kursziel fĂŒr Apple am heutigen Freitag von 380 auf 370 US-Dollar senkte, hob Rosenblatt Securities am Donnerstag seine Zielmarke von 300 auf 303 US-Dollar an.

Beide Bewertungen fallen mitten in die Woche des großen Produktstarts – und zeigen, wie unterschiedlich die Wall Street die Perspektiven des neuen Falt-iPhones einschĂ€tzt. BofA-Analyst Wamsi Mohan bleibt trotz der Reduzierung bei einer Kaufempfehlung, Rosenblatt-Analyst Barton Crockett stuft die Aktie dagegen weiterhin neutral ein.

Die Aktie selbst reagiert davon unbeeindruckt positiv: An der Börse notiert Apple aktuell bei 288,50 Euro, ein Plus von 2,6 Prozent gegenĂŒber dem gestrigen Schlusskurs.

Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 4,7 Prozent zu Buche, ĂŒber die vergangenen 30 Handelstage sind es 10 Prozent. Der Titel bewegt sich damit rund 4,4 Prozent unterhalb seines 52-Wochen-Hochs vom 29. Juli.

Der C2-Chip als stiller Star des Events

Neben dem Falt-iPhone Duo, den neuen iPhone-18-Pro-Modellen und frischen Apple-Watch- sowie AirPods-Varianten hat Apple bei seiner Produktvorstellung auch den hauseigenen C2-Modemchip prÀsentiert.

Das Bauteil ist die zweite Generation eines selbst entwickelten Mobilfunkmodems und treibt die KonnektivitĂ€t des iPhone Duo an. Nach Unternehmensangaben arbeitet der C2 rund 50 Prozent schneller als der VorgĂ€nger, unterstĂŒtzt in den USA erstmals 5G-mmWave-Technik und verbraucht dabei 15 Prozent weniger Energie.

Der Chip markiert einen weiteren Schritt weg von Qualcomm als Zulieferer. Der Chipanalyst Ben Bajarin sagte gegenĂŒber CNBC, Apple werde in der kommenden iPhone-19-Generation voraussichtlich vollstĂ€ndig auf eigene Modemtechnik umsteigen und Qualcomm-Komponenten aus der Lieferkette streichen.

FĂŒr Anleger ist das mehr als eine technische Randnotiz: Jede eigenstĂ€ndig entwickelte Komponente verbessert langfristig die Kontrolle ĂŒber Margen und Lieferketten, ein Aspekt, den Investoren angesichts der jĂŒngsten Preiserhöhungen bei mehreren iPhone-Modellen genau beobachten dĂŒrften.

Vorbestellungen laufen, nÀchster Meilenstein im Oktober

Parallel zum Analystenstreit rollt Apple sein Herbstprogramm ab. Seit Donnerstag können Kunden die Apple Watch Series 12, die Apple Watch Ultra 4 und die AirPods 5 vorbestellen. Die Vorbestellphase fĂŒr iPhone 18 Pro und Pro Max beginnt am Samstag, der Marktstart aller drei GerĂ€tekategorien folgt am 18. September. ZusĂ€tzlich verteilt Apple ab Montag das Betriebssystem-Update iOS 27 an alle kompatiblen iPhones.

Das Falt-iPhone Duo selbst braucht noch etwas Geduld: Vorbestellungen starten erst am 16. Oktober, der eigentliche Verkaufsstart folgt am 23. Oktober. Preislich startet das GerĂ€t bei 1.999 US-Dollar fĂŒr die 256-Gigabyte-Version und reicht bis zu 3.199 US-Dollar fĂŒr die Topausstattung mit 2 Terabyte Speicher.

Was das fĂŒr Anleger bedeutet

Die auseinanderlaufenden Kursziele von BofA und Rosenblatt spiegeln letztlich eine grundsÀtzliche Unsicherheit wider: Wie viel ist Apples Strategie wert, das iPhone-Portfolio insgesamt nach oben zu verschieben und gleichzeitig technologisch unabhÀngiger von externen Zulieferern zu werden?

Der nĂ€chste verlĂ€ssliche Datenpunkt dazu liefert erst der Quartalsbericht am 29. Oktober – bis dahin dĂŒrfte die Aktie zwischen Produktnachrichten und Analystenmeinungen volatil bleiben.

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