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Apple Aktie: Ternus wird neuer CEO, Cook in den Verwaltungsrat

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 09:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de

John Ternus führt Apple künftig durch den KI-Wandel, während Tim Cook in den Verwaltungsrat wechselt und die Margen unter Druck geraten.

Apple: John Ternus übernimmt CEO-Posten von Tim Cook
Abstrakte Darstellung einer modernen Firmenzentrale mit Blick auf eine Skyline bei Sonnenaufgang als Symbol für Führung. Illustration mit AI erstellt.

Am heutigen Dienstag beginnt bei Apple offiziell eine neue Zeitrechnung. John Ternus übernimmt den Posten des Chief Executive Officer von Tim Cook, dessen 15-jährige Amtszeit am gestrigen Montag endete.

Während Cook als Executive Chairman in den Verwaltungsrat wechselt, steht Ternus vor der Aufgabe, den Technologiekonzern durch einen tiefgreifenden technologischen Wandel zu führen. Im Fokus steht dabei vor allem die Aufholjagd im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) sowie die Sicherung der Lieferketten in einem politisch anspruchsvollen Umfeld.

Stabwechsel in Zeiten des technologischen Umbruchs

Der 51-jährige Ternus ist seit 2001 im Unternehmen und prägte zuletzt als Leiter der Hardware-Entwicklung die Umstellung der Mac-Computer auf hauseigene Prozessoren. Diese technische Expertise gilt als entscheidend für die kommenden Jahre.

Apple muss derzeit den Beweis erbringen, dass die eigene Plattform „Apple Intelligence“, die das Unternehmen vor gut drei Wochen ankündigte, im Wettbewerb mit anderen Tech-Giganten bestehen kann. Berichten zufolge setzt der Konzern dabei auch auf externe Partnerschaften und zahlt etwa für die Integration von Googles Gemini-KI in den Sprachassistenten Siri.

An der Börse wurde der Wechsel mit einer gewissen Zurückhaltung aufgenommen. Am gestrigen Montag schloss die Aktie mit einem Minus von 1,3 Prozent bei 272,45 Euro. Damit notiert der Wert aktuell rund 9,7 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Trotz der kurzfristigen Kursschwäche hinterlässt Tim Cook ein finanziell äußerst robustes Unternehmen. Unter seiner Führung stieg der jährliche Umsatz von rund 108 Milliarden US-Dollar im Jahr 2011 auf zuletzt etwa 416 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2025. Die Marktkapitalisierung wird aktuell mit 4.017,08 Milliarden Euro bewertet.

Margendruck und die Hardware-Pipeline

Die erste große Bewährungsprobe für Ternus als CEO wird das für den 9. September angekündigte Produkt-Event sein. Marktbeobachter erwarten dort neben der Vorstellung des iPhone 18 Pro auch die Präsentation des ersten faltbaren iPhones. Diese neue Produktkategorie soll den Absatz weiter stützen, nachdem das Unternehmen vor rund einem Monat für das Juniquartal einen iPhone-Umsatz von 54,25 Milliarden US-Dollar gemeldet hatte – ein Plus von 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Allerdings sieht sich die neue Führung mit steigenden Produktionskosten konfrontiert. Insbesondere die Preise für Speicherkomponenten ziehen an, was die Profitabilität belasten könnte.

Für das laufende Septemberquartal prognostiziert das Management eine Bruttomarge zwischen 47 und 48 Prozent. Dies läge unter dem Niveau des Juniquartals, in dem noch eine Marge von 50,1 Prozent erreicht wurde. Gleichzeitig investiert Apple massiv in die Zukunft: Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen zuletzt um 32 Prozent auf 34 Milliarden US-Dollar an.

Analysten sehen Potenzial trotz personeller Wechsel

Neben dem Wechsel an der Spitze erlebt Apple derzeit weitere personelle Veränderungen in der Führungsebene. Phil Schiller gab gestern seine Rolle als Chef des App Store ab, bleibt dem Unternehmen jedoch als Apple Fellow erhalten; sein Nachfolger wird Carson Oliver.

Analysten bewerten die Kontinuität durch die interne Besetzung des CEO-Postens jedoch positiv. Die Experten der Bank of America bestätigten ihre Kaufempfehlung für die Aktie und setzten ein Kursziel von 380 US-Dollar fest.

Zusätzlichen Spielraum für strategische Entscheidungen bietet die enorme Liquidität des Konzerns. Apple verfügt über Barmittel und Wertpapiere im Wert von rund 146 Milliarden US-Dollar. Ternus übernimmt somit ein Unternehmen, das trotz der Herausforderungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und regulatorischer Hürden in Europa und China finanziell auf einem Rekordniveau agiert.

Das Ziel der neuen Führung wird es sein, das Wachstum der margenstarken Dienstleistungssparte, die zuletzt über 30 Milliarden US-Dollar pro Quartal einspielte, mit neuer Hardware-Innovation zu verknüpfen.

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