Arm Aktie: Haas sichert Versorgung fĂŒr AGI-CPU
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 10:26 Uhr | Redaktion boerse-global.deArm hat nach Aussage von CEO Rene Haas die Versorgung fĂŒr das geplante AGI-CPU-GeschĂ€ft gesichert. Das berichtete Reuters gestern. Damit gewinnt die Expansion im Rechenzentrum eine konkrete Grundlage: FĂŒr Anleger spricht das fĂŒr zusĂ€tzliche Erlöschancen, sofern Arm die geplanten Auslieferungen umsetzt und daraus ein profitables GeschĂ€ft entwickelt.
Das Management erwartet ĂŒber die GeschĂ€ftsjahre 2027 und 2028 zusammen bis zu 2 Mrd. US-Dollar AGI-CPU-Umsatz. Die gesicherte Versorgung stĂŒtzt diese Erwartung. Wie attraktiv das neue GeschĂ€ft wirtschaftlich wird, hĂ€ngt allerdings auch von seinen Margen ab.
Marktanteilsgewinne schaffen eine Ausgangsbasis
Haas stellte gestern auch bei CNBC die Marktanteilsgewinne im Rechenzentrum heraus. Laut Arm entfiel im Kalenderjahr 2025 bereits mehr als die HĂ€lfte der Server bei den gröĂten Cloud-Anbietern auf die eigene Technologie.
Bis Ende 2026 erwartet das Unternehmen dort einen Anteil von ĂŒber 60%. Diese Erwartung bezieht sich ausdrĂŒcklich auf die gröĂten Cloud-Anbieter. In dieser Kundengruppe baut Arm seine Stellung damit nach eigener EinschĂ€tzung weiter aus.
FĂŒr die Wachstumsstrategie spricht auĂerdem, dass sich die Rechenzentrums-Royalties im zweiten Quartal des GeschĂ€ftsjahrs 2027 gegenĂŒber dem Vorjahr verdoppelten. Der Zuwachs zeigt, dass die stĂ€rkere PrĂ€senz bereits zusĂ€tzliche Erlöse bringt. FĂŒr eine breitere Beschleunigung muss dieses GeschĂ€ft jedoch auch die SchwĂ€che bei Smartphones auffangen.
Höhere Speicherkosten belasteten die Smartphone-Nachfrage. Damit treffen bei Arm unterschiedliche Entwicklungen aufeinander: krĂ€ftiges Wachstum im Rechenzentrum und Gegenwind bei einem bestehenden Erlöstreiber. Die Expansion gewinnt fĂŒr Anleger an Gewicht, sofern sie diesen Gegenwind zunehmend ausgleicht.
Analysten bewerten die Ertragschance unterschiedlich
Barclays erhöhte gestern seine AGI-CPU-UmsatzschĂ€tzung von 1,1 Mrd. auf rund 1,5 Mrd. US-Dollar. Das Analysehaus hĂ€lt damit einen gröĂeren Beitrag des neuen GeschĂ€fts fĂŒr erreichbar.
Zugleich senkte Barclays das Kursziel auf 325 US-Dollar und behielt die positive Einstufung âOverweightâ bei. Die Kombination zeigt eine differenzierte Haltung: Die operative Chance wĂ€chst aus Sicht der Analysten, wĂ€hrend sie der Aktie einen niedrigeren Zielwert zugestehen.
Goldman Sachs setzt den Schwerpunkt auf die Ertragskraft. Das Haus bestĂ€tigte gestern seine Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 160 US-Dollar. FĂŒr die erste AGI-CPU-Generation erwartet Goldman eine Bruttomarge zwischen 30 und 40%.
Das Analysehaus rechnet spĂ€ter mit höheren Margen. FĂŒr Anleger steht damit neben der Umsatzchance die Frage im Mittelpunkt, wie viel Ergebnis Arm aus dem neuen GeschĂ€ft erzielen kann.
Auslieferungen werden zum nĂ€chsten PrĂŒfstein
Die ersten kommerziellen AGI-CPU-Auslieferungen sind weiterhin fĂŒr das vierte Quartal des GeschĂ€ftsjahrs 2027 geplant. Dieser Termin gibt der Expansion einen ĂŒberprĂŒfbaren nĂ€chsten Schritt.
FĂŒr Arm sprechen die wachsende PrĂ€senz bei groĂen Cloud-Anbietern und die laut Haas gesicherte Versorgung. TragfĂ€hig wird die Wachstumsthese fĂŒr Anleger, sofern daraus termingerechte Lieferungen, zusĂ€tzliche UmsĂ€tze und steigende Margen entstehen. Genau daran entscheidet sich, ob das CPU-GeschĂ€ft die von den Analysten unterschiedlich bewerteten Erwartungen erfĂŒllt.
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