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Associated British Foods Aktie: Primark enttÀuscht in Europa

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 10:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schwache Primark-UmsĂ€tze auf dem europĂ€ischen Festland drĂŒcken Associated British Foods. ZusĂ€tzlich belastet ein höherer Zuckersegmentverlust.

Lebensmittelfabrik mit Getreidefeldern, Symbolbild Associated British Foods plc GB0006731235
Associated British Foods plc GB0006731235 zeigt fotorealistisch eine moderne Lebensmittelfabrik mit Verpackungslinie und Getreidefeldern Illustration mit AI erstellt.

Ein Kursrutsch von ĂŒber acht Prozent auf 1.854 Pence macht am Donnerstag deutlich, wie sensibel Anleger auf schwache Primark-Zahlen reagieren. Der aktuelle Handelsupdate fĂŒr das vierte Quartal zeigt: Der ModehĂ€ndler kĂ€mpft vor allem auf dem europĂ€ischen Festland mit sinkender Nachfrage.

Europa bremst, UK stabilisiert kaum

FĂŒr das Quartal bis zum 12. September erwartet Associated British Foods bei Primark ein RĂŒckgang der vergleichbaren UmsĂ€tze um 3 Prozent. Getrieben wird das vor allem durch Kontinentaleuropa, wo die Erlöse um 4,3 Prozent einbrachen. Der leichte Zuwachs von 0,4 Prozent in Großbritannien und Irland reicht nicht aus, um das auszugleichen.

Analysten reagierten prompt. Jefferies sprach von einem "gedĂ€mpften Jahresabschluss" fĂŒr Primark und bezeichnete die Konzernaussagen als enttĂ€uschenden Ausblick fĂŒr die Aktie. Die MarkteinschĂ€tzung hatte sich bereits nach einem schwierigen ersten Halbjahr eingetrĂŒbt — die aktuellen Zahlen bestĂ€tigen diese Sorge nun.

ZusĂ€tzlichen Druck macht der Ausblick auf das GeschĂ€ftsjahr 2027. Im Zuckersegment rechnet das Management mit einem deutlich ausgeweiteten operativen Verlust zwischen 70 und 170 Millionen Pfund. Höhere Gaskosten und ungĂŒnstige Witterungsbedingungen in Afrika gelten als zentrale Belastungsfaktoren.

Home-Delivery-Start als Lichtblick

Immerhin gibt es strategische Neuigkeiten: Primark kĂŒndigte an, in Großbritannien erstmals einen Lieferservice einzufĂŒhren — nach Jahren, in denen das Unternehmen dieses GeschĂ€ftsmodell wegen seiner niedrigen Preisstruktur fĂŒr unwirtschaftlich hielt. GestĂŒtzt wird der Schritt durch eine hochautomatisierte Logistikanlage in Sheffield, die Primark dafĂŒr erworben hat.

Der bereits angekĂŒndigte Zeitplan zur geplanten Aufspaltung des Konzerns bleibt unterdessen unverĂ€ndert. Diese Nachrichten konnten die schwachen Handelszahlen jedoch nicht kompensieren.

VerschĂ€rft wurde der Kursrutsch durch ein ungĂŒnstiges Marktumfeld: Der FTSE 100 fiel im Zuge steigender US-Iran-Spannungen und einem Brentpreis ĂŒber 100 Dollar je Barrel auf ein Siebenwochentief. FĂŒr Associated British Foods bedeutete das zusĂ€tzlichen Gegenwind zur ohnehin schwachen Primark-Bilanz.

Die Aktie notiert damit deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 2.351 Pence und nĂ€hert sich der unteren Spanne des Jahresverlaufs. Ob sich die Europa-SchwĂ€che bei Primark im kommenden GeschĂ€ftsjahr fortsetzt, dĂŒrfte maßgeblich davon abhĂ€ngen, wie sich die Konsumlaune auf dem Kontinent entwickelt.

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