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AST SpaceMobile Aktie: Europa-Offensive mit Spektrum-Option

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 18:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone loten ein gemeinsames MSS-Spektrumgebot aus; VertrÀge, Genehmigungen und Zeitplan bleiben offen.

Vier der grĂ¶ĂŸten europĂ€ischen Netzbetreiber wollen gemeinsam nach Satellitenfrequenzen greifen, und AST SpaceMobile positioniert sich als technischer Partner. Deutsche Telekom, Orange, TelefĂłnica und Vodafone haben eine AbsichtserklĂ€rung unterzeichnet, um ein mögliches gemeinsames Gebot fĂŒr Mobile-Satellite-Services-Spektrum (MSS) zu prĂŒfen. Das Unternehmen aus Texas begrĂŒĂŸt den Schritt ausdrĂŒcklich.

Was die AbsichtserklÀrung bedeutet

Konkret handelt es sich zunĂ€chst um eine PrĂŒfung, nicht um ein beschlossenes Gebot. Die Betreiber wollen den Zugang zu Frequenzen und den Aufbau der Dienste abstimmen. Das soll die Netzintegration beschleunigen und Gebiete ohne verlĂ€sslichen Mobilfunkempfang erschließen.

Im Kern geht es um digitale SouverĂ€nitĂ€t. Die Daten sollen innerhalb europĂ€ischer Rechtshoheit bleiben, die Kundenbeziehung bleibt bei den Betreibern. Der Satellitendienst wĂŒrde als Erweiterung der bestehenden Mobilfunkangebote laufen.

AST-Manager Wayne Thorsen spricht von einer „dritten KonnektivitĂ€tsschicht“, die Abdeckung und Ausfallsicherheit der Netze erhöhe.

Technik und Infrastruktur

FĂŒr Europa setzt AST SpaceMobile auf das bestehende Gemeinschaftsunternehmen Satellite Connect Europe. Es betreibt ein eigenes Netz europĂ€isch gefĂŒhrter Bodenstationen, das die BlueBird-Satelliten mit den Kernnetzen der Betreiber verbindet. Der Markt umfasst mehr als 500 Millionen Mobilfunkkunden.

Die BlueBird-Satelliten gelten als die grĂ¶ĂŸten kommerziellen Kommunikationssatelliten im niedrigen Erdorbit. Sie sprechen handelsĂŒbliche, unverĂ€nderte Smartphones direkt an. Bislang erreichte das Unternehmen Spitzen-Downloadraten von 98,9 Mbit/s. Die nĂ€chste Satellitengeneration soll sich 200 Mbit/s nĂ€hern.

Hinzu kommt die FrequenzflexibilitĂ€t: Die Technik kann rund 1.150 MHz an Low- und Mid-Band-Spektrum der Partner nutzen. Kombiniert mit eigenen S-Band-PrioritĂ€tsrechten ließe sich KapazitĂ€t in europĂ€ischen MĂ€rkten ausbauen, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.

Noch viele HĂŒrden

Die Zusage ist bislang unverbindlich. Definitive VertrĂ€ge mit Netzbetreibern mĂŒssen erst verhandelt werden und wĂŒrden bisherige Vorabvereinbarungen ablösen. Auch Zeitplan und Genehmigungen sind offen, ebenso der Start der nĂ€chsten Satellitenserie Block 2. Ob die Allianz tatsĂ€chlich ein Gebot abgibt, hĂ€ngt von den GesprĂ€chen der vier Konzerne und den Regeln der Frequenzvergabe ab.

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