Astrazeneca Aktie: Alexion kündigt ASBMR-Daten an
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 06:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
AstraZeneca erhält vor dem anstehenden Fachkongress für seltene Krankheiten doppelten Rückenwind. Der britisch-schwedische Pharmakonzern kündigte neue klinische Daten für die kommenden Tage an, während Analysten ihre Gewinnerwartungen für zentrale Pipeline-Projekte anhoben. Im europäischen Handel schloss die Aktie gestern mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 140,85 Euro. Damit beläuft sich der Börsenwert des Unternehmens auf 214,95 Milliarden Euro.
Alexion kündigt Daten zu seltenen Krankheiten an
Die Konzernsparte Alexion, AstraZeneca Rare Disease gab gestern bekannt, neue Studienergebnisse auf der Jahrestagung der American Society for Bone and Mineral Research (ASBMR) vorzustellen. Die wissenschaftliche Tagung findet vom 9. bis 12. Oktober statt.
Im Mittelpunkt der Präsentationen stehen Resultate der Phase-III-Studie HICKORY für den Wirkstoffkandidaten Efzimfotase alfa. Ergänzend dazu plant die Sparte, neue Auswertungen aus der klinischen CALYPSO-Studie zu präsentieren. Für AstraZeneca spielen Therapien gegen seltene Erkrankungen eine wachsende Rolle im Portfolio, da sie oft hohe Margen aufweisen und den Patentschutz über längere Zeiträume sichern.
Citi sieht größeres Potenzial für Krebstherapien
Parallel dazu äußerte sich die US-Bank Citi gestern zuversichtlich über die weiteren Aussichten des Konzerns. Die Analysten hoben ihr Kursziel für die AstraZeneca-Papiere von 178 auf 186 britische Pfund an und bestätigten ihre Kaufempfehlung.
Verantwortlich für die optimistischere Einschätzung sind angepasste Prognosen für zwei wichtige Hoffnungsträger der Entwicklungspipeline: den Antikörper Tozorakimab sowie die klinische Studie SERENA-6, die einen neuen Ansatz bei hormonabhängigem Brustkrebs untersucht. Das Analysehaus traut beiden Projekten nach der Überarbeitung der Schätzungen ein höheres Ertragspotenzial zu als bisher veranschlagt.
Effizienzmaßnahmen und langfristiger Wachstumskurs
Neben den wissenschaftlichen Fortschritten arbeitet der Konzern an seiner internen Struktur. Medienberichten vom vergangenen Samstag zufolge hat AstraZeneca in Spanien einen Prozess zum Personalabbau eingeleitet. Die Zahl der betroffenen Stellen ist bislang nicht bekannt; für den 13. Oktober ist das erste offizielle Treffen für Verhandlungen angesetzt.
Ungeachtet einzelner Sparmaßnahmen setzt das Management auf organische Expansion. Wie Konzernchef Pascal Soriot am Montag gegenüber Bloomberg erklärte, sieht er das Unternehmen in der Lage, das Wachstum auch über das Jahr 2030 hinaus ohne eine größere Übernahme aufrechtzuerhalten.
Das Vertrauen stützt sich vor allem auf die dichte klinische Pipeline, deren Tragfähigkeit in den kommenden Tagen auf Fachkonferenzen wie der ASBMR-Tagung erneut auf den Prüfstand gestellt wird.
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