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AT&T Aktie: Starlink greift an

Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 00:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SpaceX vereinbarte den Kauf von Grain-Management-Frequenzen; AT&T verlor nachbörslich zeitweise rund sieben bis acht Prozent.

Börsen-Editorial mit HÀndler vor Monitoren mit Telekommunikationsaktien-Charts auf dem NYSE-Parkett
AT&T Inc. NYSE-Handelssaal Börsen-Editorial mit Telekommunikationssektor-Charts und HĂ€ndlern fĂŒr die Aktie US00206R1023 Illustration mit AI erstellt.

SpaceX will Mobilfunkanbieter werden, und die Börse nimmt das ernst. Nach Handelsschluss gab der Konzern eine Vereinbarung ĂŒber den Kauf des landesweiten 800-MHz-Frequenzportfolios von Grain Management bekannt. AT&T-Papiere verloren im nachbörslichen Handel zeitweise rund 7 bis 8 Prozent.

Warum Low-Band-Spektrum zÀhlt

Das Portfolio umfasst bis zu 14 Megahertz gepaarter Niedrigfrequenzen. Solche Signale reichen weit und dringen durch GebĂ€udewĂ€nde. Genau das fehlte satellitengestĂŒtzten Netzen bislang. SpaceX spricht von einer der letzten technischen LĂŒcken auf dem Weg zu einem großen US-Mobilfunkbetreiber, Konzernchef Elon Musk nannte den Deal ein „very big deal".

In Kombination mit dem vorhandenen 2-GHz-Mittelbandspektrum könnte Starlink Mobile ein hybrides Netz aus Satellit und Bodeninfrastruktur aufbauen. Es wĂ€re mit den meisten handelsĂŒblichen Smartphones kompatibel. Die Freigabe der Aufsichtsbehörde FCC steht dafĂŒr noch aus. Erst vor wenigen Tagen hatte sie allerdings die nĂ€chste Satellitengeneration von Starlink genehmigt.

Der Markt reagierte sektorweit. Verizon gab nachbörslich rund 7 Prozent nach, T-Mobile ebenfalls. Der Handelsverlauf war bewegt: Erste Meldungen sprachen noch von AbschlÀgen zwischen 3 und 4 Prozent, im weiteren Verlauf weitete sich das Minus aus. Der AT&T-Kurs rutschte von 24,87 Dollar im regulÀren Handel auf zuletzt gut 23 Dollar.

Personalie und Terminplan

FĂŒr AT&T kommt der Schlag zu einem sensiblen Zeitpunkt. Finanzchef Pascal Desroches hat seinen RĂŒckzug zum Jahresende 2026 angekĂŒndigt. Bei einem hoch verschuldeten Konzern wirft ein solcher Wechsel Fragen zur KontinuitĂ€t auf.

Die Analystenseite war zuletzt konstruktiv. KeyBanc bestĂ€tigte am 7. Oktober das Votum „Overweight" mit einem Kursziel von 36 Dollar und verwies auf beschleunigtes EBITDA-Wachstum und Schwung im Mobilfunk. Dieses Bild dĂŒrfte durch die neue Wettbewerbslage zumindest auf die Probe gestellt werden.

Marktbeobachter werten den Deal als strukturelle Bedrohung fĂŒr die gesamte Branche, nicht als AT&T-spezifisches Problem. Der breite Markt gab keinen Anlass fĂŒr die Verluste: S&P 500 und Nasdaq schlossen leicht im Plus.

Der nĂ€chste PrĂŒfstein folgt bald. Am 21. Oktober legt AT&T die Zahlen zum dritten Quartal vor. Dann zeigt sich, ob KundenzuwĂ€chse und Margen die Sorgen vor dem neuen Konkurrenten abfedern können, und ob das Management zu Starlink Stellung bezieht.

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