AtaiBeckley Aktie: Nasdaq-Handel endet Donnerstag
Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 05:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Zusammenschluss von AtaiBeckley mit dem Pharmariesen Eli Lilly and Company steht unmittelbar vor dem Abschluss. Nachdem die Aktionäre des Unternehmens am Dienstag dem Fusionsplan zugestimmt haben, bereitet der Handelsplatz Nasdaq nun die Einstellung der Notierung vor. Der heutige Donnerstag markiert damit voraussichtlich den letzten Tag, an dem die Papiere regulär an der Börse gehandelt werden können.
Aktionäre machen Weg für Milliarden-Deal frei
Die Zustimmung der Anteilseigner am Dienstag galt als eine der letzten großen Hürden für die Übernahme. Laut offiziellen Mitteilungen der Nasdaq ist vorgesehen, den Handel mit der Aktie nach dem heutigen Nachbörsen-Abschluss einzustellen.
Die endgültige Aussetzung der Notierung soll dann mit Wirkung zum kommenden Montag, den 14. September, erfolgen. Sofern der Zeitplan eingehalten wird, schließt die Transaktion bereits am morgigen Freitag vor der Markteröffnung ab.
Die Konditionen der Übernahme sehen vor, dass die Inhaber von AtaiBeckley-Aktien eine Barzahlung in Höhe von 6,75 USD pro Anteilsschein erhalten. Zusätzlich umfasst das Paket ein sogenanntes Contingent Value Right (CVR).
Medienberichten zufolge verbrieft dieses Recht zusätzliche Zahlungen von bis zu 2,50 USD je Aktie, sofern definierte klinische Meilensteine erreicht werden. Diese sind insbesondere an den Fortschritt der Programme BPL-003 und VLS-01 gekoppelt.
Regulatorische Prüfungen abgeschlossen
Parallel zur Zustimmung der Aktionäre wurden in den vergangenen Tagen wichtige regulatorische Voraussetzungen erfüllt. Wie das Unternehmen mitteilte, lief die US-amerikanische Wartefrist gemäß dem Hart-Scott-Rodino Act bereits am 28. August um kurz vor Mitternacht aus, ohne dass Einwände der Wettbewerbshüter erhoben wurden.
Auch auf internationaler Ebene gab es grünes Licht. Während die zuständigen Behörden im Vereinigten Königreich keine weiteren Fragen zur Transaktion stellten, endet die Prüffrist der australischen Wettbewerbsbehörde ACCC am heutigen Donnerstag. Damit sind die kartellrechtlichen Bedingungen für den Übergang in den Eli-Lilly-Konzern weitgehend erfüllt.
Begleitet wurde der Prozess zuletzt von einer Untersuchung der Kanzlei Kahn Swick & Foti, die die Angemessenheit des Kaufpreises und den Verkaufsprozess prüfte.
Rückblick auf Analystenbewertung und Kursverlauf
Die Marktteilnehmer hatten sich bereits seit einiger Zeit auf den nun bevorstehenden Abschluss eingestellt. Am gestrigen Mittwoch verabschiedete sich das Papier mit einem Schlusskurs von 7,29 USD aus dem Handel. Damit notiert der Wert nur noch knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch, das am 20. August bei 7,45 USD markiert wurde; der Abstand zu dieser Marke beträgt aktuell lediglich 2,1 %.
Analysten passten ihre Einschätzungen bereits im Vorfeld der finalen Phase an. David Hoang von der Deutschen Bank hatte die Aktie am 12. August von einer Kaufempfehlung auf „Hold“ herabgestuft und dabei das Kursziel von 12 USD auf 8 USD gesenkt.
Trotz der moderaten Bewertung durch die Analysten blicken Anleger auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Seit Jahresbeginn konnte die Aktie ein deutliches Plus von 78 % verbuchen, was die positive Aufnahme der Übernahmegespräche durch den Markt widerspiegelt. Mit dem heutigen Handel endet vorerst die Eigenständigkeit des Unternehmens am öffentlichen Kapitalmarkt.
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