Aurubis Aktie: 149 Millionen EBT im dritten Quartal
Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 11:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Multimetall-Anbieter Aurubis hat die GeschĂ€ftszahlen fĂŒr das dritte Quartal vorgelegt und blickt nach einem deutlichen Ergebnissprung zuversichtlicher auf das Gesamtjahr. WĂ€hrend das operative GeschĂ€ft von gestiegenen Metallpreisen profitierte, sorgen zeitliche Verzögerungen bei einem strategischen Projekt in den USA fĂŒr einen DĂ€mpfer am Aktienmarkt.
Gewinnsprung im dritten Quartal
Das am 30. Juni beendete dritte Quartal verlief fĂŒr den Hamburger Konzern deutlich positiver als der Vorjahreszeitraum. Aurubis erwirtschaftete am Donnerstag ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 149 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung von 31 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreswert. Auch im Vergleich zum zweiten Quartal des laufenden GeschĂ€ftsjahres, in dem 121 Millionen Euro erzielt wurden, legte die ProfitabilitĂ€t spĂŒrbar zu.
Auf Sicht der ersten neun Monate des GeschÀftsjahres 2025/26 summierte sich das operative EBT auf 374 Millionen Euro. Als wesentliche Treiber dieser Entwicklung gelten höhere Kupferpreise sowie gestiegene Erlöse aus dem Verkauf von SchwefelsÀure. Zudem lieferte das Recycling-GeschÀft einen stabilen Beitrag zum Gesamtergebnis.
Angesichts dieser Entwicklung prĂ€zisierte das Management die Jahresprognose. Das operative EBT soll nun am oberen Ende der Spanne von 425 Millionen Euro bis 525 Millionen Euro liegen. FĂŒr die operative GesamtkapitalrentabilitĂ€t erwartet das Unternehmen nun einen Wert zwischen 10 und 12 Prozent, nachdem zuvor ein Korridor von 9 bis 11 Prozent in Aussicht gestellt worden war.
Strategische Fortschritte und operative HĂŒrden
Parallel zur finanziellen Entwicklung treibt der Konzern sein Investitionsprogramm in Höhe von 1,7 Milliarden Euro voran. Rund 90 Prozent der geplanten MaĂnahmen sind laut Unternehmensangaben bereits realisiert. Ein wichtiger Meilenstein war die erfolgreiche Inbetriebnahme des Projekts fĂŒr komplexes Recycling am Standort Hamburg im Juli, in das rund 190 Millionen Euro flossen.
Dagegen gibt es beim internationalen Expansionskurs eine zeitliche Verschiebung. Das Werk Richmond in den USA befindet sich in einer verlĂ€ngerten Hochlaufphase. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wird nun fĂŒr die erste HĂ€lfte des kommenden GeschĂ€ftsjahres erwartet. Mit dem Abschluss der darauffolgenden Ausbaustufe rechnet das Management erst ein Jahr spĂ€ter.
Analyst Daniel Major von der UBS bezeichnete diese Verzögerungen als leicht negative Erkenntnis aus dem Quartalsbericht. In einer EinschĂ€tzung von gestern bestĂ€tigte er seine neutrale Einstufung fĂŒr die Aktie mit einem Kursziel von 160 Euro. Die verzögerten AblĂ€ufe könnten laut Major zu geringeren mittelfristigen operativen Ergebniszielen fĂŒhren.
Kursreaktion und Marktlage
Die Anleger reagierten empfindlich auf die Nachrichten zum US-Standort und nahmen Gewinne mit. Am gestrigen Freitag gab der Kurs der Aktie deutlich nach und beendete den Handel bei 173,90 Euro. Dies entsprach einem RĂŒckgang von 3,92 Prozent im Vergleich zum Vortag.
Obwohl das Papier kurzfristig unter Druck geriet, zeigt die Bilanz fĂŒr das laufende Kalenderjahr weiterhin eine robuste Verfassung. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Wert eine positive Entwicklung von 41,15 Prozent. Die Marktteilnehmer wĂ€gen derzeit die operativen Erfolge im KerngeschĂ€ft und die angehobene Prognose gegen die Investitionsrisiken in Ăbersee ab.
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