Aurubis, Aktie

Aurubis Aktie: Prognose auf 425–525 Millionen erhöht

Veröffentlicht am: 23.08.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Aurubis erhöht seine Ergebnisprognose für 2025/26 auf bis zu 525 Mio. Euro. Hohe Metallpreise stützen, während Verzögerungen in den USA belasten.

Aurubis hebt Prognose an: Metallpreise treiben Kupferkonzern zu neuem Optimismus
Geschmolzenes Kupfer in einer modernen Gießerei als Symbol für industrielle Produktion und wirtschaftliches Wachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Hamburger Kupferkonzern Aurubis blickt wesentlich optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen reagierte am 8. August auf eine positive Geschäftsentwicklung und passte seine Erwartungen für die kommenden Monate an. Trotz einiger operativer Herausforderungen in Nordamerika treiben günstige Bedingungen am Weltmarkt die Ergebnisse des Recycling-Spezialisten an.

Kräftiger Anstieg beim operativen Ergebnis

Für das Geschäftsjahr 2025/26 geht die Konzernführung nun von einem operativen Ergebnis vor Steuern zwischen 425 Millionen und 525 Millionen Euro aus. In einer früheren Phase war die Unternehmensleitung noch von einer vorsichtigeren Zielsetzung ausgegangen. Als maßgebliche Faktoren für diesen Aufschwung nannte das Management die hohen Metallpreise sowie eine allgemeine Verbesserung der operativen Marge im dritten Quartal.

Allerdings verläuft nicht jede Entwicklung nach Plan. Die Verzögerungen beim Bau des neuen Recyclingwerks im US-amerikanischen Richmond belasten die mittelfristige Wachstumsfantasie. Diese baulichen Verschiebungen führen dazu, dass erste nennenswerte Ergebnisbeiträge aus Übersee später als ursprünglich kalkuliert fließen werden. Dennoch überwiegen derzeit die positiven Impulse aus dem Kerngeschäft in Europa, die den Konzern auf Kurs halten.

Dynamik im Aktionärskreis durch Goldman Sachs

Abseits der operativen Nachrichtenlage gab es zuletzt signifikante Veränderungen in der Eigentümerstruktur. Medienberichten zufolge veränderte die US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Positionierung bei dem Hamburger Unternehmen innerhalb kurzer Zeit erheblich. Am 5. August wurde zunächst eine Reduzierung des Stimmrechtsanteils auf 6,08% gemeldet.

Dieser Trend kehrte sich jedoch umgehend wieder um. Bereits am 11. August informierte das Institut über eine erneute Aufstockung der Anteile auf nunmehr 12,37%. Solche massiven Umschichtungen innerhalb weniger Handelstage sorgen unter Marktteilnehmern für Aufmerksamkeit. Sie könnten auf eine erhöhte Volatilität in der Bewertung oder auf taktische Manöver im Vorfeld weiterer Unternehmensmeldungen hindeuten.

Analysten reagieren mit Kurszielanpassungen

Die Experten der großen Analysehäuser haben ihre Einschätzungen an die neuen Prognosewerte und die Verzögerungen in den USA angepasst. Warburg Research passte am 10. August das Kursziel von zuvor 212 Euro auf 211 Euro an. Das Haus bekräftigte jedoch die Kaufempfehlung für die Aktie, da die operative Basis als weiterhin sehr solide gilt.

Deutlich zurückhaltender äußerten sich andere Marktbeobachter. Die DZ Bank reduzierte am 7. August den fairen Wert für die Papiere auf 173 Euro. In der entsprechenden Studie wurde die Einstufung auf Hold belassen. Auch die UBS und Deutsche Bank Research senkten ihre Preisziele oder bestätigten ihre neutrale Haltung. Die Fachleute wägen dabei die Chancen durch das starke Metallumfeld gegen die Risiken der verzögerten Inbetriebnahme in Richmond ab.

Aktie zeigt sich im Jahresverlauf robust

An der Börse wurde die Nachrichtenlage insgesamt positiv aufgenommen. Am Freitag verzeichnete die Aktie einen Zuwachs von 3,5%. Das Papier beendete die Handelswoche bei einem Stand von 179,30 €. Damit setzt sich die übergeordnete Erholungsbewegung fort, die bereits seit vielen Monaten anhält.

Seit Jahresbeginn konnte der Börsenwert des Unternehmens um 46% zulegen. Damit gehört der Titel zu den stärkeren Werten im Sektor, wenngleich er noch ein Stück von seinen Jahreshöchstständen entfernt bleibt. Das Management muss nun beweisen, dass die höheren Metallpreise die Kostensteigerungen und die Verzögerungen bei den Investitionsprojekten dauerhaft kompensieren können.

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