Ball, Aktie

Ball Aktie: Verlust trotz Wachstum

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Einmalige Pensionskosten führten zu roten Zahlen, während Umsatz und bereinigtes Ergebnis je Aktie im dritten Quartal zulegten.
Abstrakte Darstellung einer industriellen Fertigungsanlage mit Fokus auf metallische Oberflächen und Lichtstimmungen. Illustration mit AI erstellt.

Auf dem Papier schreibt Ball im dritten Quartal rote Zahlen, operativ läuft das Geschäft jedoch besser als im Vorjahr. Der Dosenhersteller weist einen Nettoverlust von 94 Millionen Dollar aus, nach einem Gewinn von 321 Millionen Dollar im Vorjahr. Vorbörslich gab die Aktie um gut zwei Prozent auf rund 66 Dollar nach.

Pensionsabwicklung belastet die Bilanz

Den Ausschlag gab eine einmalige, nicht zahlungswirksame Belastung von 475 Millionen Dollar. Sie fiel an, als Ball den britischen Pensionsplan per Buy-out an einen Dritten übertrug. Hinzu kamen Kosten für bereits angekündigte Werksschließungen. Teilweise ausgeglichen wurde das durch die Auflösung von Rückstellungen für Zölle, nachdem das US-Handelsministerium günstig entschieden hatte.

Je Aktie ergibt sich ein Verlust von 36 Cent. Bereinigt um Sondereffekte verdiente Ball 1,10 Dollar je Aktie, nach 1,03 Dollar im Vorjahr.

Operatives Geschäft wächst moderat

Der Umsatz stieg auf 4,19 Milliarden Dollar, nach 3,38 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2025. Treiber waren höhere Absatzmengen und die Weitergabe gestiegener Aluminiumpreise an die Kunden. Der weltweite Absatz von Aluminiumverpackungen legte um 4,7 Prozent zu.

Das vergleichbare operative Ergebnis wuchs um 2,5 Prozent auf 451 Millionen Dollar. Die Regionen entwickelten sich unterschiedlich:

  • Nord- und Mittelamerika: 210 Millionen Dollar, leicht unter Vorjahr (215 Millionen) wegen höherer Betriebs- und Anlaufkosten neuer Werke
  • EMEA: 170 Millionen Dollar, nach 164 Millionen, inklusive des zugekauften Benepack-Geschäfts
  • Südamerika: 92 Millionen Dollar, nach 77 Millionen, getragen von zweistelligem Mengenwachstum

Schwächer sieht der Cashflow aus. Über neun Monate erwirtschaftete Ball operativ nur 20 Millionen Dollar, bei Investitionen von 459 Millionen Dollar. Ein Grund ist der kräftig gestiegene Mittelbedarf im Umlaufvermögen, vor allem bei Forderungen und Vorräten.

Neue Werke, Ausblick bestätigt

Ball investiert in ein neues Dosenwerk im deutschen Baruth und hat eine weitere Fabrik in Indien angekündigt. Beide sollen das Wachstum der Kunden langfristig bedienen.

Für 2026 peilt das Management weiterhin ein bereinigtes Ergebnis je Aktie mit einem Plus von mindestens zehn Prozent an. Der freie Cashflow soll bei rund 900 Millionen Dollar liegen. Bis zum Jahresende will Ball mindestens 800 Millionen Dollar über Aktienrückkäufe und Dividenden ausschütten. In den ersten neun Monaten waren es 431 Millionen Dollar, im Schlussquartal müssten also noch rund 370 Millionen folgen.

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