Bank, Ireland

Bank of Ireland: 0,39 Euro Zwischendividende (+56%)

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 19:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Bank of Ireland meldet für das erste Halbjahr 2026 einen Vorsteuergewinn von 960 Millionen Euro und erhöht ihre Jahresziele für Zinserträge und Rendite.

Bank of Ireland hebt Prognosen an und kündigt höhere Dividende an
Moderne Glasfassade eines Bankgebäudes bei klarem Himmel als Symbol für Finanzwachstum und Stabilität. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Bank of Ireland hat nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr 2026 ihre Ziele für das Gesamtjahr nach oben korrigiert. Das Institut profitierte in den ersten sechs Monaten von steigenden Erträgen und einer robusten Entwicklung auf dem irischen Heimatmarkt.

Wie das Unternehmen im Rahmen seiner Zwischenbilanz mitteilte, kletterte der Gewinn vor Steuern auf 960 Millionen Euro, was zu einem deutlichen Anstieg des Gewinns je Aktie um 36 Prozent führte.

Höhere Ziele für Zinserträge und Rendite

Aufgrund der positiven Dynamik hat die Geschäftsführung die Prognose für das Nettozinseinkommen im laufenden Jahr angehoben. Statt der bisher veranschlagten 3,4 Milliarden Euro rechnet die Bank nun mit rund 3,5 Milliarden Euro.

Parallel dazu wurde das Ziel für die Eigenkapitalrendite (ROTE) von zuvor 12,5 Prozent auf über 14 Prozent heraufgesetzt. Die Gesamterträge legten im Vorjahresvergleich um 7 Prozent zu, wobei insbesondere das Nettozinseinkommen um 2 Prozent und die Gebühreneinnahmen um 6 Prozent wuchsen.

An der Börse notiert das Papier am heutigen Mittwoch bei 18,91 Euro und verzeichnet damit einen Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Trotz dieser kurzfristigen Schwankung weist die Aktie seit Jahresbeginn ein deutliches Plus von 15 Prozent auf und notiert damit nur noch 1,9 Prozent unter ihrem am vergangenen Donnerstag markierten 52-Wochen-Hoch von 19,27 Euro.

Deutliche Dividendensteigerung und strategischer Rückzug

Die Aktionäre des Instituts sollen unmittelbar am Erfolg teilhaben. Die Bank kündigte eine Zwischendividende von 0,39 Euro pro Aktie an, was einer Steigerung von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Insgesamt plant das Unternehmen, rund 373 Millionen Euro an Zwischendividenden auszuschütten. Der Ex-Tag für diese Zahlung wurde auf den 1. Oktober festgelegt, die Auszahlung soll am 23. Oktober erfolgen.

Strategisch richtet sich die Bank of Ireland neu aus und zieht sich aus dem US-amerikanischen Geschäft für gehebelte Akquisitionsfinanzierungen (Leveraged Acquisition Finance) zurück.

Das Kreditbuch dieses Bereichs, das sich Ende 2025 auf 1,2 Milliarden Euro belief, soll über einen Zeitraum von etwa drei Jahren abgewickelt werden. Das dadurch freiwerdende Kapital in Höhe von rund 30 Basispunkten der harten Kernkapitalquote (CET1) soll reinvestiert werden, um den langfristigen Shareholder Value zu steigern.

Wachstum im irischen Kerngeschäft

Im operativen Geschäft verzeichnete das Institut ein Wachstum des Kreditbuchs um 4 Prozent auf Gruppenebene, wobei das irische Kreditgeschäft mit einem Plus von 7 Prozent der wesentliche Treiber war.

Auch im Bereich Wealth Management konnte die Bank Erfolge verbuchen: Das verwaltete Vermögen stieg um 18 Prozent auf einen Rekordwert von 65,5 Milliarden Euro, begünstigt durch Nettozuflüsse in Höhe von 1,6 Milliarden Euro. Die Qualität der Aktiva verbesserte sich ebenfalls, was sich in einer gesunkenen NPE-Quote von 2 Prozent zum Ende des ersten Halbjahres widerspiegelt.

Diese Entwicklung findet vor dem Hintergrund einer stabilen irischen Wirtschaft statt. Der Chefökonom der Bank of Ireland prognostiziert für das laufende Jahr eine Expansion der heimischen Wirtschaft um 3,5 Prozent. Zudem wird erwartet, dass die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Irland auf knapp 40.000 Einheiten steigt, nachdem im vergangenen Jahr 36.000 Fertigstellungen verzeichnet wurden.

Personell verstärkte sich die Bank zudem bereits am 23. Juli mit Pascal Boillat, der als unabhängiges, nicht-exekutives Vorstandsmitglied bestellt wurde. Boillat ist derzeit als Chief Operating Officer für die London Stock Exchange Group tätig.

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