Barrick Mining Aktie: 4.500 Dollar je Feinunze erreicht
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 22:55 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Goldpreis hat am heutigen Freitag die Marke von 4.500 Dollar je Feinunze übersprungen. Sicherheitsorientierte Anleger griffen zu, nachdem Ausweitungen bei US-Staatsanleihe-Rückkäufen die Nachfrage nach dem Edelmetall zusätzlich befeuerten. Die Aktie von Barrick Mining reagierte prompt: Das Papier legte um 2,3 Prozent zu und markierte damit die stärkste Tagesbewegung seit dem Wochenauftakt.
Der Goldpreisschub trifft auf ein Unternehmen, das operativ zuletzt geliefert hat. Barrick hatte am Montag Nettogewinne von 1,22 Milliarden Dollar für das zweite Quartal gemeldet, ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz kletterte um 44 Prozent auf 5,29 Milliarden Dollar, das bereinigte Ergebnis je Aktie von 0,82 Dollar traf die Konsensschätzung exakt. Die Goldproduktion lag mit 796.000 Unzen über der eigenen Prognose von 730.000 bis 770.000 Unzen.
Expansion in der Dominikanischen Republik läuft weiter
Neben den Quartalszahlen liefert Barrick auch operative Fortschritte abseits der großen Schlagzeilen. Für das Erweiterungsprojekt Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik hat das Unternehmen bis Ende des zweiten Quartals insgesamt 1,301 Milliarden Dollar investiert, davon 36 Millionen Dollar allein im zweiten Quartal.
Das Projekt zählt zu den langfristigen Wachstumstreibern außerhalb Nordamerikas – ein Bereich, den seit dem 11. August der neu berufene Sebastiaan Bock als Chief Executive Officer, Rest of World, verantwortet. Er überwacht künftig die Gold- und Kupferaktivitäten des Konzerns außerhalb Nordamerikas.
Die Produktionsguidance für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Barrick am Dienstag: 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen Gold sowie 190.000 bis 220.000 Tonnen Kupfer bleiben das Ziel. Diese Bandbreite gibt Anlegern eine verlässliche Orientierung, gerade jetzt, wo der hohe Goldpreis operative Hebelwirkung entfaltet.
Kapitalrückführung als zusätzlicher Kurstreiber
Parallel zu den starken Quartalszahlen hat der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden Dollar genehmigt, nachdem im zweiten Quartal bereits Aktien im Wert von 1,209 Milliarden Dollar zurückgekauft wurden.
Zusätzlich beschloss das Board eine Quartalsdividende von 0,175 Dollar je Aktie, zahlbar am 15. September 2026 an Aktionäre, die am 31. August 2026 im Register stehen. Diese Kombination aus Rückkäufen und laufender Dividende signalisiert Vertrauen in die eigene Bilanzstärke.
Mit Blick auf die Bewertung bleibt der Kurs trotz der jüngsten Rally deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 74,00 CAD, das am 29. Januar 2026 erreicht wurde – aktuell beträgt der Abstand 12 Prozent. Zugleich notiert die Aktie mit 65,32 CAD klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 54,74 CAD, ein Zeichen für den intakten Aufwärtstrend der vergangenen Wochen.
Die Gemengelage aus Rekordgoldpreis, robusten Quartalszahlen und aktiver Kapitalrückführung liefert damit gleich mehrere Argumente für die aktuelle Kursstärke – während die Nevada-Einigung mit Newmont vom Montag als strategischer Hintergrund weiterhin nachwirkt.
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