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Barrick Mining Aktie: Newmont-Deal ebnet IPO-Weg

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 12:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Barrick erhält 1,95 Mrd. Dollar von Newmont und plant Börsengang der US-Sparte. Quartalsgewinn steigt um 50 Prozent auf 1,22 Mrd. Dollar.

Barrick Gold: Newmont-Einigung ebnet Weg für milliardenschwere Abspaltung
Abstrakte Darstellung einer Goldmine in einer Berglandschaft bei Sonnenaufgang, symbolisierend Bergbau und Rohstoffmärkte. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein jahrelanger Streit ist beigelegt, und für Barrick öffnet sich damit die Tür zu einem der größten Konzernumbauten der jüngeren Firmengeschichte. Newmont hat der geplanten Abspaltung der nordamerikanischen Goldsparte zugestimmt — und zahlt dafür sogar noch drauf. Parallel dazu meldet Barrick für das zweite Quartal 2026 das dritte starke Ergebnis in Folge.

Newmont-Deal öffnet den Weg für die Abspaltung

Barrick und Newmont haben ihren Streit rund um das gemeinsame Nevada Gold Mines Joint Venture beigelegt. Beide Konzerne bringen ausgeschlossene Vermögenswerte früher als geplant in die Partnerschaft ein — Barrick das Fourmile-Projekt, Newmont die Anlagen Mike und Fiberline. Daraus entsteht ein Goldkomplex mit fast 100 Millionen Unzen Ressourcen in Nevada. Newmont überweist Barrick dafür eine Ausgleichszahlung von 1,95 Milliarden Dollar binnen 30 Tagen.

Entscheidender für die Aktie dürfte allerdings ein anderer Punkt sein: Newmont hat der von Barrick geplanten Börsengang-Abspaltung des nordamerikanischen Goldgeschäfts zugestimmt. Diese Zustimmung war bislang eine offene Flanke. Der Börsengang soll laut Unternehmensangaben bis Ende 2026 abgeschlossen sein, Mark Hill übernimmt die Rolle des CEO der neuen Gesellschaft nach der Trennung.

Produktion übertrifft die eigene Prognose

Operativ lief das Quartal besser als vom Unternehmen selbst erwartet. Die Goldproduktion stieg gegenüber dem ersten Quartal um elf Prozent auf 796.000 Unzen und lag damit über der eigenen Zielspanne von 730.000 bis 770.000 Unzen. Treiber waren der schnellere Wiederanlauf von Loulo-Gounkoto, eine zügigere Erholung in Pueblo Viejo nach der Wartung im ersten Quartal sowie Rekord-Tonnagen im Untertagebau von Cortez.

Die Kupferproduktion sank dagegen planmäßig um fünf Prozent auf 56.000 Tonnen. Höhere Treibstoffkosten und gestiegene Förderabgaben trieben die Kosten je Unze Gold auf 1.866 Dollar (All-in Sustaining Costs) — ein Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Gewinn und Cashflow ziehen deutlich an

Höhere Gold- und Kupferpreise trieben die Erträge kräftig nach oben. Der Nettogewinn kletterte auf 1,22 Milliarden Dollar, ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Gewinn je Aktie stieg auf 0,73 Dollar, bereinigt sogar auf 0,82 Dollar — ein Zuwachs von 74 Prozent.

Der operative Cashflow legte um 28 Prozent auf 1,70 Milliarden Dollar zu, während der Umsatz mit 5,29 Milliarden Dollar um 44 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Diese Dynamik dürfte auch den seit Wochen anhaltenden Höhenflug des Goldpreises spiegeln, der zuletzt die Marke von 4.300 Dollar pro Unze überschritten hat und die gesamte Minenbranche beflügelt.

Dividende und Rückkäufe

Barrick zahlt für das zweite Quartal 2026 eine Dividende von 0,175 Dollar je Aktie. Ausgezahlt wird sie am 15. September 2026 an Aktionäre, die am 31. August 2026 im Register stehen. Zusätzlich kaufte der Konzern im Quartal Aktien im Wert von 1,2 Milliarden Dollar zurück, im Rahmen des zuvor angekündigten Rückkaufprogramms über bis zu drei Milliarden Dollar. Insgesamt flossen damit 1,50 Milliarden Dollar an Aktionäre zurück — 242 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Die Jahresprognose für Produktion und Kosten bleibt unverändert. Die geplanten Investitionsausgaben für 2026 wurden dagegen auf eine Spanne von 3,8 bis 4,2 Milliarden Dollar gesenkt, vor allem wegen geringerer Ausgaben beim Reko-Diq-Projekt. Der Fokus für die zweite Jahreshälfte liegt klar auf der geplanten Abspaltung des nordamerikanischen Geschäfts — bis Ende 2026 soll sie über die Bühne gehen.

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