Initiative Ja zur tierversuchsfreien Zukunft â Ein erneuter Angriff auf den Forschungsstandort Schweiz
11.11.2024 - 16:30:00Im Februar 2022 lehnte die Schweizer Stimmbevölkerung eine Ă€hnliche Initiative, die das vollstĂ€ndige Verbot von Tierversuchen forderte, mit einer ĂŒberwĂ€ltigenden Mehrheit von 79.1 Prozent Nein-Stimmen ab. Dieses klare Votum verdeutlichte, dass die Schweizer Stimmbevölkerung Forschung und Innovation fĂŒr den medizinischen Fortschritt und eine verbesserte LebensqualitĂ€t als sehr wichtig erachtet.
Erneute Initiative gefĂ€hrdet Fortschritt und Innovation Die heute eingereichte Initiative verfolgt dasselbe Ziel: ein vollstĂ€ndiges Verbot von Tierversuchen. Ein solches Verbot hĂ€tte gravierende Folgen fĂŒr die Entwicklung neuer Therapien und Medikamente und ist ein direkter Angriff auf den Forschungsstandort Schweiz. Es wĂ€re in der Folge nicht mehr möglich, lebensrettende Innovationen in der Schweiz zu erforschen, da die Forschung an lebenden Organismen bei der Entwicklung von Medikamenten essenziell ist, um die Sicherheit und Wirksamkeit neuer Wirkstoffe zu gewĂ€hrleisten.
Forschung und Innovation als zentrale SĂ€ulen des Erfolgs FĂŒr die Schweiz, ein Land mit begrenzten natĂŒrlichen Ressourcen, sind Forschung und Innovation von zentraler Bedeutung. Interpharma Mitglieder allein investieren jĂ€hrlich knapp 9 Mrd. Franken â 70% ihres schweizerischen Umsatzes - in Forschung und Entwicklung in der Schweiz. Der medizinische Fortschritt hat in den letzten 100 Jahren dazu beigetragen, die Lebenserwartung in der Schweiz fast zu verdoppeln und viele schwere Krankheiten zu besiegen oder zu kontrollieren. Tierversuche spielen in diesem Prozess eine wichtige Rolle, da sie oft die einzige Möglichkeit sind, die Sicherheit neuer Therapien vor ihrer Anwendung am Menschen zu gewĂ€hrleisten.
Pharmaindustrie hat Tierversuche massiv gesenkt und verpflichtet sich weiterhin zu den 3R-Prinzipien Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet die forschende Pharmaindustrie aktiv daran, Tierversuche zu vermeiden, zu reduzieren und so wenig belastend wie möglich zu gestalten. Die Verpflichtung zu den 3R-Prinzipien (Reduce, Refine, Replace) steht im Zentrum dieser BemĂŒhungen. So konnte die Anzahl der in der Forschung eingesetzten Tiere von fast 400.000 im Jahr 2006 auf rund 147.000 im Jahr 2023 reduziert werden, trotz steigender ForschungsintensitĂ€t in der Schweiz.
Die forschende Pharmaindustrie bekennt sich zu den höchsten ethischen und gesetzlichen Standards bei Tierversuchen. Strenge Regularien und Kontrollen gewÀhrleisten, dass der Einsatz von Versuchstieren auf das Notwendige beschrÀnkt bleibt und das Wohl der Tiere stets im Fokus steht.
Dazu René Buholzer, CEO Interpharma:
"Interpharma appelliert an Parlament und Stimmbevölkerung, auch bei der neuen Volksinitiative ein klares Zeichen fĂŒr den Forschungsstandort Schweiz zu setzen. Nur so kann die Schweiz weiterhin an der Spitze des medizinischen Fortschritts bleiben ArbeitsplĂ€tze in der Forschung sichern."
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Aussender: Interpharma Ansprechpartner: Georg DĂ€rendinger Tel.: +41 61 264 34 00 E-Mail: georg.daerendinger@interpharma.ch Website: www.interpharma.ch

