BigBearai, Aktie

BigBear.ai Aktie: Umsatz schlÀgt Erwartungen

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 22:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Erlös ĂŒbertraf im dritten Quartal die SchĂ€tzungen, wĂ€hrend eine Goodwill-Abschreibung den Nettoverlust prĂ€gte.
Abstrakte Darstellung eines modernen Hochleistungs-Rechenzentrums mit leuchtenden Server-Racks. Illustration mit AI erstellt.

BigBear.ai liefert im dritten Quartal ein gemischtes Bild: Der Umsatz ĂŒbertrifft die Prognosen deutlich, unter dem Strich steht jedoch ein hoher Verlust. Der Vorstand hebt dennoch die Jahresprognose an. Nachbörslich gab die Aktie zeitweise um rund 5,5 Prozent auf 2,24 Dollar nach.

Wachstum treibt die Zahlen

Der Umsatz stieg um 31 Prozent auf 43,6 Millionen Dollar. Analysten hatten mit knapp 39 Millionen Dollar gerechnet, andere SchĂ€tzungen lagen sogar noch darunter. Es ist das dritte Quartal in Folge mit organischem Wachstum. Den Großteil steuert die Generative-AI-Plattform bei, die das Unternehmen im Dezember 2025 als Ask Sage ĂŒbernommen hat.

Auch die Bruttomarge legte zu: Sie kletterte auf 31,2 Prozent, nach 22,4 Prozent im Vorjahresquartal. Das Unternehmen fĂŒhrt dies vor allem auf die neue Plattform zurĂŒck.

Der Auftragsbestand wuchs seit dem zweiten Quartal um 22 Prozent auf 330 Millionen Dollar. Allerdings sind davon nur etwa 23 Prozent bereits finanziert. Das ist der Teil, der sich tatsÀchlich in nahen Umsatz verwandelt.

Seit dem zweiten Quartal gewann BigBear.ai mehr als 25 neue AuftrĂ€ge im Gesamtwert von ĂŒber 225 Millionen Dollar, unter anderem vom FBI, der US-KĂŒstenwache und dem Energieministerium. Der Wert umfasst allerdings auch nicht ausgeĂŒbte Optionen und Obergrenzen.

Verlust belastet

Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 91,9 Millionen Dollar, nach einem kleinen Gewinn im Vorjahr. Haupttreiber ist eine nicht zahlungswirksame Goodwill-Abschreibung von 76,7 Millionen Dollar. Der Verlust je Aktie lag bei 0,19 Dollar, erwartet worden waren 0,05 Dollar. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich leicht auf minus 9,1 Millionen Dollar.

Die Verwaltungskosten stiegen um 6,1 Millionen Dollar auf 31,3 Millionen Dollar. GrĂŒnde sind höhere Abschreibungen auf Immaterielles durch die Ask-Sage-Übernahme, mehr Personal und höhere Vertriebsausgaben.

Prognose angehoben

FĂŒr 2026 erwartet das Management nun einen Umsatz zwischen 150 und 165 Millionen Dollar. Der Mittelwert liegt damit rund 5 Prozent ĂŒber der bisherigen Spanne. CEO Kevin McAleenan sieht das Unternehmen gut positioniert fĂŒr 2027.

Die Aktie notierte vor den Zahlen bei 2,12 Dollar, nahe dem 52-Wochen-Tief. Zwei Analysten stufen sie mit "Hold" ein, das mittlere Kursziel liegt bei 4,00 Dollar. Die erste Reaktion zeigt, dass die Anleger den Abschreibungsverlust stÀrker gewichten als die Prognoseanhebung.

Die Telefonkonferenz zu den Zahlen begann um 22:30 Uhr deutscher Zeit und dĂŒrfte erste Hinweise liefern, wie schnell das Management den Auftragsbestand in finanzierten Umsatz ĂŒberfĂŒhren will.

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