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BKW Aktie: Windpark ans Netz im ersten Quartal 2027

Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 02:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Windpark Öhringen-Karlsfurt erweitert BKWs deutsches Portfolio; Gerbers Übernahme wird kartellrechtlich geprüft, Speicherprojekte laufen weiter.
Moderne Windkraftanlagen in einer grünen Landschaft bei goldenem Licht als Symbol für erneuerbare Energien. Illustration mit AI erstellt.

BKW treibt den Ausbau mit unterschiedlichen Umsetzungsschritten voran: Während der Windpark Öhringen-Karlsfurt das deutsche Windportfolio erweitert, läuft beim vorgesehenen Erwerb von Gerber Architekten die Fusionskontrolle.

Medienberichten zufolge veröffentlichte das Bundeskartellamt dazu am 19. Oktober ein laufendes Verfahren. Für Anleger ist damit die Unterscheidung entscheidend: Ein bestätigter Zukauf, eine geplante Inbetriebnahme und ein laufendes Kontrollverfahren markieren unterschiedliche Fortschritte.

Gerber-Erwerb in der Fusionskontrolle

Das Verfahren betrifft BKWs mittelbaren Kontroll- und Anteilserwerb an der Gerber Architekten GmbH sowie der Gerber Architekten International GmbH. Die Veröffentlichung des Bundeskartellamts dokumentiert den laufenden Prüfungsschritt. Eine abgeschlossene Übernahme lässt sich daraus nicht ableiten.

Damit steht bei diesem Vorhaben zunächst der regulatorische Verfahrensstand im Mittelpunkt. Die Meldung ist für die Einordnung des Expansionskurses relevant, liefert aber noch keinen Beleg für dessen Vollzug. Wer die Fortschritte von BKW bewertet, muss diesen Unterschied gegenüber bereits bestätigten Portfolioerweiterungen berücksichtigen.

Windpark mit geplantem Produktionsstart

Konkreter ist der Ausbau der Stromerzeugung in Deutschland. BKW teilte am 12. Oktober mit, den Windpark Öhringen-Karlsfurt in Baden-Württemberg von Projektentwickler ABO Energy zu übernehmen. Der Zukauf erweitert das deutsche Windportfolio um 33,6 MW.

Die Übernahme und die Stromproduktion sind dabei getrennt zu betrachten. Der Windpark ergänzt das Portfolio, die Inbetriebnahme liegt jedoch noch in der Zukunft.

Die sieben Anlagen sollen im ersten Quartal 2027 ans Netz gehen und jährlich mehr als 80 GWh erneuerbaren Strom erzeugen. Für Anleger bietet dieses Vorhaben damit einen konkreten operativen Terminanker. Sowohl der Produktionsbeginn als auch die erwartete Jahreserzeugung bleiben als Planung einzuordnen.

Speicher ergänzen den Ausbau

Parallel arbeitet BKW an der Bewirtschaftung von Batteriespeichern. Am 15. Oktober beschrieb das Unternehmen Projekte in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und Norditalien. Sie sollen die Kompetenz in vier europäischen Flexibilitätsmärkten stärken.

Einen praktischen Anwendungsfall schilderte BKW bereits am 14. Oktober: Bei einem Inselnetztest nahe Meiringen stabilisierten Batteriespeicher das Netz. Dadurch ließ sich lokal produzierter Solarstrom weiter nutzen. Zuvor kamen dafür Dieselgeneratoren zum Einsatz.

Die Vorhaben zeigen unterschiedliche Schwerpunkte: Windkraft erweitert die Erzeugung, Speicher unterstützen die Nutzung von Strom und die Netzstabilisierung. Für die Bewertung der nächsten Fortschritte zählen deshalb jeweils andere Nachweise: beim Gerber-Erwerb der weitere Verfahrensstand, beim Windpark die geplante Inbetriebnahme und bei den Speicherprojekten die praktische Umsetzung.

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