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BMW Aktie: Abfindungsprogramm legt HR-Portal lahm

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 02:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BMW strebt mit freiwilligen Abfindungen jährliche Einsparungen von einer Milliarde Euro an; Quartalszahlen folgen am 4. November.

Extreme Nahaufnahme eines Metallkolbens mit feinen Rillen und metallischen Reflexionen
BMW AG (DE0005190003): extreme Makroaufnahme eines polierten Aluminium-Kolbens mit feinen Bearbeitungsspuren im Motorzylinder Illustration mit AI erstellt.

Ein hoher Andrang der Belegschaft hat beim Münchner Autobauer BMW kurzzeitig die internen Systeme lahmgelegt. Nachdem das Unternehmen am Donnerstag zehntausende Beschäftigte per E-Mail über den Start eines freiwilligen Abfindungsprogramms benachrichtigt hatte, brach das Mitarbeiterportal HR4Me unter der Last der Zugriffe vorübergehend zusammen. Inzwischen ist die Plattform wieder erreichbar.

Das Abfindungsprogramm ist Teil tiefgreifender Sparmaßnahmen des DAX-Konzerns. Durch diesen Schritt peilt das Management jährliche Einsparungen von einer Milliarde Euro an. Zudem soll die Zahl der Fachbereiche und der zugeordneten Managementfunktionen bis Mitte 2027 um ein Fünftel reduziert werden.

Sparzwang nach schwachen Quartalszahlen

Der Stellenabbau spiegelt die angespannte Ertragslage im Pkw-Kerngeschäft wider.

Die Zurückhaltung der Kunden und der anhaltende Rabattdruck belasten die Rentabilität der europäischen Traditionshersteller spürbar. Für das Jahr 2028 stellte BMW zuletzt eine operative Marge im Autogeschäft von 3 bis 5 Prozent in Aussicht. Das Analysehaus AlphaValue stufte ein Renditeniveau von 8 bis 10 Prozent bis Anfang des kommenden Jahrzehnts bereits als deutlich schwieriger ein.

Herausforderndes Marktumfeld vor den Quartalszahlen

Zusätzliche Skepsis herrscht mit Blick auf den wichtigen chinesischen Markt. UBS-Analyst Patrick Hummel verwies auf den wachsenden Druck durch lokale Wettbewerber, der die Preissetzungsmacht der Münchener belaste. Er rechnet vor diesem Hintergrund mit gedämpften Quartalsergebnissen und schließt Korrekturen bei den Prognosen europäischer Autobauer nicht aus.

Am Aktienmarkt spiegeln sich diese Belastungsfaktoren deutlich wider. Das Papier beendete den Handel am Freitag bei 53,48 Euro, was seit Jahresanfang einem Minus von 43 Prozent entspricht. Neue Erkenntnisse über die operative Entwicklung und die Wirksamkeit der Kostensenkungen dürften die nächsten Zwischenberichte liefern: BMW hat die Veröffentlichung seiner aktuellen Quartalszahlen für den 4. November angekündigt.

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