Braze, Aktie

Braze Aktie: Ausblick verhagelt Beat

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 12:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Braze übertrifft Umsatz- und Gewinnprognosen, enttäuscht jedoch mit der Quartalsprognose. Kundenbasis und Cashflow wachsen weiter.

Braze-Aktie unter Druck: Starke Zahlen, schwacher Quartalsausblick
Moderne Glasarchitektur unter einem bewölkten, stürmischen Himmel als Symbol für Marktvolatilität im Technologiesektor. Illustration mit AI erstellt.

Zahlen schlagen den Konsens auf ganzer Linie, und trotzdem verliert die Aktie zweistellig. Braze liefert ein Quartal, das auf dem Papier fast alles richtig macht — die Reaktion an der Börse zeigt aber, worauf Investoren bei Wachstumswerten inzwischen wirklich schauen: den Ausblick.

Der Anbieter für Kundenkommunikations-Software meldete für das zweite Fiskalquartal einen Umsatz von 227,2 Millionen Dollar, ein Plus von 26,2 Prozent zum Vorjahr und deutlich über der Konsensschätzung von rund 220 Millionen Dollar.

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,19 Dollar statt der erwarteten 0,15 Dollar. Die operative Marge kletterte auf 9,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im Vorjahresquartal.

Guidance drückt stärker als der Beat

Die Aktie fiel im regulären Handel um gut 5 Prozent und legte nachbörslich nochmal rund 12 Prozent nach unten nach. Der Grund liegt im Ausblick für das dritte Quartal: Braze stellt einen Gewinn je Aktie von 0,13 bis 0,14 Dollar in Aussicht, der Analystenkonsens von 0,16 Dollar wird damit spürbar verfehlt.

Der Umsatzausblick von 229 bis 230 Millionen Dollar liegt zwar leicht über den Schätzungen, impliziert am Mittelpunkt aber nur noch ein Sequenzwachstum von etwa einem Prozent — nach 7,7 Prozent im abgelaufenen Quartal.

Hinzu kommt eine Wachstumsverlangsamung: Von 30,2 Prozent im ersten Quartal auf jetzt 26,2 Prozent. Die Bruttomarge gab leicht nach, auf 68,6 Prozent von 69,3 Prozent im Vorjahr — Braze begründet das mit höheren Messaging-Volumina und Investitionen ins KI-Personal.

Kundenbasis wächst, Kasse füllt sich

Unter der Oberfläche zeigt das Geschäft durchaus Substanz. Die Zahl der Kunden mit mehr als 500.000 Dollar Jahresumsatz stieg um 28 Prozent auf 361, die Nettoretentionsrate liegt bei 110 Prozent. Der freie Cashflow verbesserte sich von 3,5 Millionen auf 21,7 Millionen Dollar, das Unternehmen sitzt auf 414 Millionen Dollar an liquiden Mitteln.

Raymond James riet trotz der schwachen Guidance zum Nachkauf und bezeichnete Braze weiterhin als "secular winner" mit attraktivem Bewertungsniveau. Citizens bestätigte sein Kursziel von 35 Dollar. Für das Gesamtjahr hob Braze die Umsatzprognose auf 910 bis 913 Millionen Dollar an, der Gewinn je Aktie soll zwischen 0,64 und 0,65 Dollar liegen.

Ende September steht mit der hauseigenen Konferenz Braze Forge in Las Vegas der nächste Termin an, bei dem das Unternehmen seine KI-Strategie und Kundenerfolge präsentieren will. Bis dahin dürfte der Markt vor allem beobachten, ob sich die sequenzielle Wachstumsverlangsamung im dritten Quartal fortsetzt oder ob die angekündigten Zusatzinvestitionen erste Früchte tragen.

Anzeige

Braze-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Braze-Analyse vom 9. September liefert die Antwort:

Die neusten Braze-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Braze-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Braze: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | US10576N1028 | BRAZE | boerse | 70074665 |