BVB Aktie: Rote Zahlen nach Königsklassen-Aus
Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 12:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der verpasste Sprung ins Achtelfinale der Champions League hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz von Borussia Dortmund. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 weist der Verein einen Konzernjahresfehlbetrag von 21,7 Millionen Euro aus — im Vorjahr stand noch ein Gewinn von 6,5 Millionen Euro zu Buche. Der Grund liegt vor allem in der TV-Vermarktung, die deutlich einbrach.
TV-Erlöse als größter Belastungsfaktor
Die Konzernumsatzerlöse sanken auf 460,5 Millionen Euro, nach 526,0 Millionen Euro im Vorjahr. Allein die Einnahmen aus der TV-Vermarktung fielen von 227,2 auf 168,5 Millionen Euro — ein Rückgang, der sich unmittelbar aus dem sportlichen Abschneiden erklärt. Im Vorjahr hatte Dortmund noch das Viertelfinale der Königsklasse erreicht, in der abgelaufenen Saison reichte es nicht einmal für das Achtelfinale.
Hinzu kamen stichtagsbedingt geringere Einnahmen aus der Teilnahme an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025. Immerhin: Die Werbeerlöse legten von 153,6 auf 157,9 Millionen Euro zu, ein Lichtblick in einem sonst schwierigen Jahr.
Auf operativer Ebene zeigt sich der Effekt deutlich. Das EBITDA fiel von 115,9 auf 92,2 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern rutschte von plus 9,5 Millionen auf minus 20,3 Millionen Euro. Immerhin konnte der Verein beim Transfergeschäft gegensteuern: Das Ergebnis aus Transfers stieg auf 59,3 Millionen Euro, nach 37,8 Millionen Euro im Vorjahr.
Keine Dividende, vorsichtiger Ausblick
Im Einzelabschluss nach deutschem Handelsrecht weist die KGaA einen Jahresfehlbetrag von 17,1 Millionen Euro aus, nach einem Überschuss von 7,7 Millionen Euro im Vorjahr. Eine Dividendenausschüttung an die Hauptversammlung kann für dieses Geschäftsjahr entsprechend nicht vorgeschlagen werden.
Personalaufwendungen sanken leicht auf 259,9 Millionen Euro, während die Abschreibungen auf 111,4 Millionen Euro stiegen. Für das laufende Geschäftsjahr 2026/2027 rechnet der Verein mit einem Konzernergebnis zwischen null und 10 Millionen Euro — eine vorsichtige Prognose, die laut Unternehmensangaben je nach Transferaktivitäten und sportlichem Erfolg noch angepasst werden kann.
Wie stark der sportliche Erfolg auf dem Platz die Zahlen in der neuen Saison wieder ins Positive drehen kann, hängt maßgeblich vom erneuten Abschneiden in der Champions League ab.
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