Byggmax, Aktie

Byggmax AB Aktie: Marge treibt Kurs

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 11:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im dritten Quartal legten Umsatz und Ergebnis zu; ab 26. Oktober kann Byggmax eigene Aktien für bis zu 60 Millionen Kronen erwerben.
Moderne, minimalistische Baustelle in goldenem Licht, die Wachstum und Effizienz im Bausektor symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Byggmax liefert im wichtigen dritten Quartal mehr Umsatz und mehr Gewinn – und kündigt gleich ein Aktienrückkaufprogramm an. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um knapp 9 Prozent zu.

Umsatz wächst über Menge

Der Nettoumsatz stieg im dritten Quartal um 7,1 Prozent auf 2,088 Milliarden schwedische Kronen. Währungseffekte trugen 1,5 Prozentpunkte bei, vergleichbare Flächen wuchsen um 5,1 Prozent. Schweden zeigte die stärkste Entwicklung.

CEO Karl Sandlund betont, das Wachstum komme aus der Menge: mehr Kunden und größere Warenkörbe. Das Management grenzt die Margengewinne zudem klar vom Marktumfeld ab. Sie seien "action driven rather than driven by recovery in the market".

Das Betriebsergebnis kletterte auf 292 Millionen Kronen, nach 258 Millionen im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 3,84 Kronen nach 3,26 Kronen. Die EBITA-Marge verbesserte sich leicht auf 14,2 Prozent.

Bilanz fast schuldenfrei, Rückkauf startet

Die Nettoverschuldung ohne Leasingverbindlichkeiten sank auf 70 Millionen Kronen, vor einem Jahr waren es noch 196 Millionen. Das Verhältnis zum EBITDA liegt bei 0,1.

Der Verwaltungsrat nutzt diese Stärke für einen Rückkauf eigener Aktien. Das Programm ist auf maximal 60 Millionen Kronen gedeckelt und umfasst höchstens rund 2,93 Millionen Papiere. Käufe sind vom 26. Oktober 2026 bis zur Hauptversammlung 2027 möglich. Der Vorstand will der Hauptversammlung vorschlagen, die erworbenen Aktien einzuziehen. Langfristig strebt er weitere Rückkäufe an, zusätzlich zur Dividende.

Das Volumen ist überschaubar: Es entspricht nur einem kleinen Teil der ausstehenden Aktien. Das Signal an den Markt zählt dennoch.

Risiken im Detail

Nicht alles glänzt. Die Betriebskosten stiegen mit 8,3 Prozent schneller als der Umsatz, rund 40 Prozent davon gehen auf Währungseffekte zurück. Der Rest fließt in Marketing, IT und kommerzielles Wachstum. Der operative Cashflow der letzten zwölf Monate sank auf 765 Millionen Kronen, weil das Unternehmen mehr Lagerbestand für die Hochsaison aufbaute.

Strategisch setzt Byggmax auf neue Sortimente bei Bodenbelägen und Terrassendielen sowie auf den Ausbau des Onlinegeschäfts. Für 2027 sind mindestens drei neue Filialen geplant. Konkrete Prognosen für die kommenden Quartale gab das Management nicht ab. Die Rückkäufe beginnen am 26. Oktober und liefern damit schon in der kommenden Woche einen ersten messbaren Nachfrageimpuls für die Aktie.

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