Carrefour Aktie: Vereinbart Brasilien-Verkauf mit Grupo Pereira
Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 19:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der französische Einzelhandelskonzern Carrefour treibt den Umbau seines Filialnetzes in Südamerika voran. Das Unternehmen hat sich mit der Grupo Pereira auf den Verkauf von 21 Supermärkten in Brasilien verständigt. Die Transaktion umfasst 15 Standorte im Bundesstaat São Paulo sowie sechs Filialen im Bundesbezirk Distrito Federal. Das Gesamtvolumen des Geschäfts beläuft sich auf rund 360 Millionen brasilianische Real.
Portfoliobereinigung unter Vorbehalt der Wettbewerbshüter
Die Vereinbarung wurde bereits bei der brasilianischen Wettbewerbsbehörde Cade zur Prüfung eingereicht. Der Vollzug der Transaktion sowie die anschließende Übergabe der Märkte stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der behördlichen Genehmigung.
Bis zum Abschluss des Verfahrens werden die betroffenen Supermärkte für Kundinnen und Kunden regulär geöffnet bleiben. Für den Käufer, die Grupo Pereira, dient die Übernahme dem Ausbau einer regionalen und vertriebskanalübergreifenden Marktpräsenz.
Carrefour nutzt solche Portfolioverkäufe, um das Standortnetz in Kernmärkten gezielt zu straffen. Anleger reagierten zum Wochenausklang gelassen auf die Vereinbarung in Übersee: An der Börse ging die Carrefour-Aktie am Freitag mit einem Schlusskurs von 16,30 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel damit seit Jahresanfang ein Kursplus von 15 Prozent. Der Börsenwert des Einzelhändlers liegt aktuell bei 11,42 Milliarden Euro.
Analystenmehrheit blickt verhalten optimistisch auf den Konzern
Am Markt überwiegen derzeit die positiven Einschätzungen für die weitere Geschäftsentwicklung. Unter sechs beobachtenden Analysehäusern lautet das durchschnittliche Konsensurteil „Moderate Buy“. Die Aufteilung setzt sich aus drei Kaufempfehlungen, einer Einstufung als starker Kauf sowie zwei Haltepositionen zusammen.
Zu den optimistischen Stimmen zählt unter anderem die UBS, die das Papier Anfang Juli von einer Halte- auf eine Kaufempfehlung hochgestuft hatte. Nahezu zeitgleich nahm auch die kanadische Bank RBC die Beobachtung des Wertpapiers mit einem Votum von „Moderate Buy“ auf.
Mit der nun angestoßenen Trennung von den 21 Filialen setzt das Management die Fokussierung auf rentable Kernstrukturen fort, während das operative Geschäft bis zur Entscheidung der brasilianischen Wettbewerbshüter unverändert weiterläuft.
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