CATL, Aktie

CATL Aktie: Management kauft eigene Aktien zurück

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 19:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

CATL erhöht Installationen außerhalb Chinas um 43,3 Prozent und kaufte eigene Aktien für 200 Millionen Renminbi zurück.

CATL steigert Auslandsanteil und setzt Aktienrückkäufe fort
Ein Geschäftsmann im modernen Büro blickt nachdenklich aus einem Fenster mit Blick auf eine Produktionsanlage. Illustration mit AI erstellt.

Der weltgrößte Batteriekonzern Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) baut seine internationale Marktstellung mit hohem Tempo aus. Zugleich stützt das Management die Notierung mit laufenden Aktienrückkäufen.

Starkes Wachstum jenseits des Heimatmarktes

Nach Erhebungen des Branchenbeobachters SNE Research belief sich die weltweite Batterieinstallation außerhalb Chinas in den ersten acht Monaten des Jahres auf 360,5 Gigawattstunden, was einem Zuwachs von 23,7 Prozent entspricht. CATL steigerte seine Installationen auf diesen Auslandsmärkten um 43,3 Prozent auf 121,3 Gigawattstunden. Der Auslandsmarktanteil der Chinesen kletterte damit von 29,0 auf 33,7 Prozent.

Während die südkoreanischen Konkurrenten vor allem in Nordamerika herbe Einbußen von 46,5 Prozent verbuchten, bauten chinesische Hersteller ihren internationalen Gesamtfußabdruck spürbar aus.

JPMorgan sieht Wettbewerbsvorteile intakt

Rückenwind erhält der Batterieprimus auch von Analystenseite. Die US-Bank JPMorgan betont in einer umfassenden Studie, dass die Wettbewerbsvorteile des Konzerns weiterhin tief verankert seien. Befürchtungen über eine breite Abkehr der Automobilindustrie von CATL stuft das Institut als überzogen ein.

Laut den Analysten von JPMorgan stieg der Marktanteil von CATL bei chinesischen Pkw-Batterien in den ersten acht Monaten des Jahres um drei Prozentpunkte auf 44 Prozent. Rechnet man den Konkurrenten BYD heraus, erreicht der Konzern sogar 56 Prozent des Inlandsmarktes. JPMorgan stuft die Aktie weiterhin mit „Overweight“ ein und nennt für die A-Aktie ein Kursziel von 520 Renminbi.

Rückkäufe am Jahrestief

Um den Kurs zu stabilisieren, setzt das Management eigene Mittel ein. Heute erwarb das Unternehmen rund 697.800 eigene A-Aktien an der Börse in Shenzhen für 200 Millionen Renminbi.

Bis Ende September flossen bereits 3,303 Milliarden Renminbi in den Rückkauf von knapp 10,95 Millionen Anteilen. Das genehmigte Rückkaufprogramm umfasst ein Volumen von 20 bis 40 Milliarden Renminbi, wobei die erworbenen Papiere zur Herabsetzung des Grundkapitals eingezogen werden sollen.

An der Börse notiert das Papier aktuell bei 286,75 CNY, was einem Tagesverlust von 1,5 Prozent entspricht. Der Kurs liegt damit nur 0,6 Prozent über seinem heutigen 52-Wochen-Tief.

Zusätzlicher Druck entsteht dadurch, dass einige chinesische Elektroautobauer wie Li Auto und XPeng eigene Batterieprogramme vorantreiben oder sich an Zulieferern beteiligen.

Mit seiner globalen Expansion fängt der Konzern den zunehmenden Wettbewerbsdruck im Heimatmarkt bislang erfolgreich ab.

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