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CATL Aktie: Washington fordert Ford zum Bruch auf

Veröffentlicht am: 10.09.2026 um 02:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz US-Forderungen nach einem Ende der Ford-Kooperation baut CATL sein Geschäft aus und meldet für das Halbjahr kräftiges Wachstum.

CATL trotzt US-Druck mit Ausbau und starken Halbjahreszahlen
Ein moderner Roboterarm in einer Automobilfabrik montiert ein Elektroauto-Batteriegehäuse. Illustration mit AI erstellt.

Der chinesische Batterieproduzent CATL sieht sich mit wachsenden politischen Widerständen in den USA konfrontiert. Während die US-Regierung verstärkt auf eine Trennung amerikanischer Automobilhersteller von chinesischer Batterietechnologie dringt, setzt das Unternehmen seine operative Expansion und den Aufbau neuer Geschäftsfelder in China unvermindert fort. Am gestrigen Mittwoch stabilisierte sich das Papier bei einem Schlusskurs von 336,84 CNY, was einem leichten Plus von 0,4 Prozent entspricht.

Washington fordert Ende der Kooperation mit Ford

US-Verkehrsminister Sean Duffy hat Ford-CEO Jim Farley in einem offiziellen Schreiben dazu aufgefordert, die bestehenden Verbindungen zu CATL zu beenden. Im Zentrum der Kritik steht eine Technologielizenz für das Batteriewerk in Marshall, Michigan.

Duffy äußerte tiefe Besorgnis über nationale Sicherheitsrisiken durch die Abhängigkeit von chinesischer Technologie. Ford wies die Vorwürfe gestern als faktisch falsch zurück und betonte, dass das Unternehmen das Werk in Michigan vollständig besitze und kontrolliere.

Der US-Automobilhersteller verwies zudem darauf, dass durch das Projekt rund 1.700 Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten entstehen. Ford bezeichnete den Vorstoß des Verkehrsministers als Versuch, mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Die politische Debatte verschärft sich vor dem Hintergrund geplanter Zölle auf chinesische Batterien, während die US-Regierung gleichzeitig Milliardenbeträge in den Aufbau einer eigenen Lieferkette investiert, die bisher noch stark von chinesischen Vorprodukten abhängig bleibt.

Offensive beim Ausbau der Ladeinfrastruktur

Ungeachtet der geopolitischen Spannungen treibt CATL den Ausbau der globalen Lade- und Wechselinfrastruktur voran. Yang Jun, Leiter des Bereichs für Batteriewechsel, kündigte an, das Netzwerk bis Ende 2026 auf insgesamt 4.000 kombinierte Stationen in 190 chinesischen Städten auszubauen. Langfristig plant das Unternehmen bis zum Jahr 2028 die Errichtung von über 100.000 gemeinsamen Versorgungseinrichtungen.

Diese Strategie soll die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen erhöhen und die Marktposition festigen. Ergänzend dazu gründete CATL am heutigen Donnerstag über eine Tochtergesellschaft ein neues Unternehmen in Foshan, das sich neben dem Vertrieb von Batterien auch auf die Entwicklung von Internet-of-Things-Dienstleistungen konzentriert.

Parallel dazu beteiligt sich der Konzern mit einem Volumen von rund 5 Milliarden Yuan an einem neu aufgelegten Investmentfonds in Xiamen, um Innovationen in der Energietechnik zu fördern.

Marktwachstum trotzt regulatorischen Hürden

Die wirtschaftliche Basis für diese Investitionen bilden robuste Halbjahreszahlen. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres steigerte CATL den Umsatz auf 276,9 Milliarden Yuan, was einem Zuwachs von 54,8 Prozent entspricht. Der Nettogewinn kletterte im selben Zeitraum um 42 Prozent auf 43,3 Milliarden Yuan. Dennoch steht die Aktie unter Druck und verzeichnet seit Jahresanfang ein Minus von 8,3 Prozent.

Medienberichten zufolge verlor CATL zuletzt Marktanteile an inländische Konkurrenten wie Sunwoda und CALB, da einzelne Automobilhersteller ihre Zuliefererbasis diversifizieren. Trotz dieser Konkurrenz im Heimatmarkt hielt CATL im Zeitraum von Januar bis Juli einen Anteil von 47,8 Prozent am chinesischen Markt für Antriebsbatterien.

An der Börse notiert der Wert derzeit mit einem Abstand von 28 Prozent zu seinem im Mai markierten 52-Wochen-Hoch. Gestern sah sich das Management zudem gezwungen, Gerüchte über Unruhen in der Belegschaft eines Produktionsstandortes offiziell zu dementieren und rechtliche Schritte gegen Falschmeldungen einzuleiten.

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