Cava Aktie: Trotz Ausbruch stabil
Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 22:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Magen-Darm-Ausbruch in mehreren US-Bundesstaaten hätte für viele Restaurantketten Umsatzeinbußen bedeutet. Cava zeigt trotzdem ein Wachstum, das Anleger nachbörslich zweistellig nach oben treibt.
Die Mediterranean-Fast-Casual-Kette meldete für das zweite Quartal einen Umsatz von 365,4 Millionen Dollar — ein Plus von 31,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und deutlich über den Erwartungen der Analysten. Die vergleichbaren Restaurantumsätze legten um 9,0 Prozent zu, getrieben von einem Anstieg der Gästezahlen um 5,3 Prozent. Der Nettogewinn stieg auf 23,0 Millionen Dollar, ein Plus von 25,3 Prozent zum Vorjahr.
Ausbruch bremste, aber stoppte nicht
CEO Brett Schulman bestätigte, dass ein multistaatlicher Cyclosporiasis-Ausbruch im Juli das Geschäft belastete. Konsumenten wurden gegenüber Blattgemüse und Restaurantbesuchen vorsichtiger, was sich zeitweise in den Verkaufszahlen niederschlug. Von der jüngeren Salmonellen-Problematik sei Cava nach Unternehmensangaben nicht betroffen gewesen. Die Erholung der Nachfrage habe zum Quartalsende bereits eingesetzt.
Die operative Stärke zeigt sich auch in der Restaurant-Level-Profitmarge von 25,7 Prozent — ein leichter Rückgang um 60 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür sind höhere Inputkosten durch den Ende April gestarteten Pomegranate Glazed Salmon, ein größerer Anteil an Lieferungen über Drittanbieter sowie zusätzliche Lohninvestitionen. Die höheren Umsätze glichen diese Effekte teilweise aus.
Expansion läuft unvermindert weiter
Cava eröffnete im Quartal 17 neue Restaurants netto und kommt damit auf insgesamt 476 Standorte, ein Plus von 19,6 Prozent im Jahresvergleich. Der durchschnittliche Jahresumsatz je Filiale (AUV) kletterte auf 3,1 Millionen Dollar von 2,9 Millionen Dollar im Vorjahr.
Die Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2026 bleibt unverändert: 75 bis 77 Netto-Neueröffnungen, vergleichbares Umsatzwachstum von 4,5 bis 6,5 Prozent sowie ein bereinigtes EBITDA zwischen 181 und 191 Millionen Dollar. Schulman begründete die konstante Prognose mit anhaltender Unsicherheit rund um Lebensmittelsicherheit, ein "fluides" makroökonomisches und geopolitisches Umfeld sowie hartnäckiger Inflation, einschließlich steigender Spritpreise.
Dass ein Ausbruch, der die Nachfrage nach Blattgemüse branchenweit dämpfte, Cavas Wachstumskurve kaum gebremst hat, unterscheidet den Auftritt von vielen etablierten Fast-Food-Ketten, die derzeit selbst mit Rabatten kaum noch Kunden anziehen.
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