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CEMEX Aktie: Zambrano stockt Aktienbestand auf

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 05:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zambrano erhöht seinen Aktienbestand, während Cemex die EBITDA-Prognose anhebt und mit Steuerstreit sowie hohen Energiekosten ringt.

Cemex: Direktor kauft 400.800 Aktien trotz regionaler Risiken
Abstrakte Darstellung einer modernen Baustelle bei Sonnenuntergang, die industrielle Stabilität und Wachstum symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Ein klares Vertrauenssignal aus der Führungsetage erreicht den mexikanischen Baustoffkonzern Cemex: Direktor Lozano Rogelio Zambrano hat ein umfangreiches Aktienpaket erworben.

Wie aus Pflichtmitteilungen von gestern hervorgeht, kaufte Zambrano 400.800 Anteilsscheine zu einem Durchschnittspreis von 17,28 US-Dollar. Durch den Zukauf stockte der Direktor seinen direkten Bestand auf insgesamt 10 Millionen Aktien auf.

Die Transaktion fällt in eine Phase, in der das Wertpapier an den Börsen um eine Bodenbildung ringt. Am Freitag schloss die Aktie an der Heimatbörse in Mexiko bei 17,27 MXN, was einem Tagesplus von 1,9 Prozent entspricht. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier dennoch ein Minus von 16 Prozent.

S&P hebt Ausblick, operatives Geschäft zeigt Resilienz

Die Aufstockung durch das Führungspersonal erfolgt kurz nach weiteren positiven Signalen für die Bonität und Ertragslage. So stufte die Ratingagentur S&P Global Ratings den Ausblick für Cemex kürzlich auf „positiv“ hoch.

Zudem hob der Konzern seine Jahresprognose für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) an. Auch Aktionäre profitieren direkt von der Liquiditätslage: Für Inhaber von American Depositary Shares (ADS) steht die Ausschüttung der zweiten Tranche der Bardividende für das laufende Geschäftsjahr an.

Zugleich arbeitet das Management an Effizienzsteigerungen und Nachhaltigkeitszielen im Produktionsnetzwerk. Im Bereich der Transportbetonwerke in Mexiko gelang es Cemex im Jahr 2025, 67 Prozent des benötigten Frischwassers durch alternative Quellen wie aufbereitetes Abwasser und Regenwasser zu ersetzen. 31 mexikanische Standorte erhielten dafür Zertifizierungen für einen geschlossenen Wasserkreislauf ohne Frischwasserentnahme.

Steuerstreit in Mexiko und Belastungen im Ausland

Dem operativen Optimismus stehen jedoch spürbare regulatorische und konjunkturelle Risiken gegenüber. Auf dem Heimatmarkt führt der mexikanische Zementverband Canacem, dem neben Mitbewerbern wie Holcim und Cementos Moctezuma auch Cemex angehört, derzeit eine juristische Auseinandersetzung.

Per Amparo-Klage wehrt sich die Industrie gegen regionale Umweltsteuern in den Bundesstaaten San Luis Potosí und Nuevo León. Canacem-Präsident Barroso warnte vor einer doppelten Besteuerung zusätzlich zu Bundesabgaben, welche die Produktionskosten und Baupreise im Land weiter nach oben treibe.

Parallel dazu bleibt das internationale Umfeld herausfordernd. Für das Geschäft in Großbritannien bezeichnete Commercial Director Craig Williamson die Branchenlage als äußerst schwierig.

Allein das britische Zementwerk in den West Midlands verzeichne monatliche Energiekosten von über einer Million Pfund, während günstige Importe Marktanteile gewinnen. Angesichts dieser regionalen Diskrepanzen dient der massive Insiderkauf als wichtiges Signal, dass die Führungsebene trotz lokaler Hürden an die Ertragskraft des Gesamtkonzerns glaubt.

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