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Commerzbank Aktie: Orlopp wirbt für Dialog mit UniCredit

Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 04:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Bettina Orlopp wirbt für Gespräche mit UniCredit, bekräftigt das Schweiz-Engagement und sieht mehrere Optionen für die HypoVereinsbank.

Frankfurter Bankenviertel-Skyline bei Sonnenuntergang mit Hochhäusern und Mainreflexion
Fotorealistisches Panoramabild des Frankfurter Bankenviertels bei Sonnenuntergang, erstellt für Commerzbank AG (ISIN DE000CBK1001). Die Skyline spiegelt sich im Main, dramatische Wolken und goldenes Abendlicht Illustration mit AI erstellt.

Vorstandschefin setzt auf Wertschaffung und Dialog

Nach dem Übernahmekampf mit der italienischen Großbank UniCredit schlägt die Commerzbank neue Töne an. Vorstandschefin Bettina Orlopp warb am Freitag für einen konstruktiven Dialog und betonte, das Frankfurter Geldhaus müsse künftig noch mehr Wert für die eigenen Aktionäre schaffen. Zugleich stellte die Bankchefin klar, dass das Institut an seinen Aktivitäten in der Schweiz festhalten will.

Bereits am 18. September hatte die Commerzbank in ihrer offiziellen Positionierung zur UniCredit-Beteiligung unterstrichen, dass Gespräche auf Augenhöhe gesucht werden. Ein konstruktiver Dialog sei der richtige Weg, um eine nachhaltig wertschaffende Lösung zu erreichen. Diese Einordnung folgt auf das UniCredit-Übernahmeangebot an die Commerzbank vor über einem Monat.

Drei Optionen für das Verhältnis zur HypoVereinsbank

Zur Debatte stehen demnach eine direkte Fusion beider Institute sowie ein weiteres Übernahmeangebot mit einem anschließenden Squeeze-out.

Als dritte Option gilt der Kauf der HypoVereinsbank gegen die Ausgabe eigener Commerzbank-Aktien. Eine spätere Integration der HypoVereinsbank hält die Commerzbank-Chefin für möglich.

Parallel dazu gibt es Medienberichten zufolge vorbereitende Schritte für eine mögliche außerordentliche Hauptversammlung. Das Treffen der Anteilseigner könnte den Rahmen bieten, um über die weiteren Optionen im Umgang mit dem italienischen Großaktionär zu beraten.

Markt reagiert positiv auf Gesprächsbereitschaft

Die Signale aus der Frankfurter Konzernzentrale stießen an den Märkten auf Zustimmung. Am Freitag ging die Commerzbank-Aktie mit einem Kursgewinn von 1,9 Prozent bei 42,39 Euro aus dem Handel. Mit dieser Aufwärtsbewegung notiert das Papier nur noch 2,2 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Im Aktionariat gab es am Freitag ebenfalls Neuigkeiten. Die Commerzbank publizierte eine Stimmrechtsmitteilung des japanischen Finanzkonzerns Nomura Holdings Inc. Zudem liegt eine Stimmrechtsmeldung des US-Finanzunternehmens Jefferies Financial Group vor. Wann das Institut wieder über die fundamentale Geschäftslage berichtet, steht bereits fest: Der geplante Veröffentlichungstermin für das Ergebnis des dritten Quartals 2026 ist der 5. November.

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