CoreWeave Aktie: 16-Prozent-Sprung auf 72,84 Euro
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 22:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
CoreWeave meldet sich eindrucksvoll zurück. Nach einem tiefen Fall auf ein Jahrestief bei rund 53 Euro dreht die Stimmung nun massiv ins Positive. Am Montag legte die Aktie um über 16 Prozent auf 72,84 Euro zu.
Die Sorge vor einer Abkühlung des KI-Booms verfliegt zusehends. Grund dafür sind die jüngsten Zahlen der Branchenriesen Microsoft, Amazon und Meta. Diese Konzerne investieren massiv in ihre Cloud-Sparte und die nötige Hardware.
Milliarden für die Cloud-Infrastruktur
Microsoft steigerte den Azure-Umsatz zuletzt um 43 Prozent. Parallel dazu beschleunigte Amazon Web Services das Wachstum auf 37 Prozent — der stärkste Wert seit über vier Jahren. Meta treibt obendrein den Bau spezialisierter Rechenzentren für neue KI-Modelle voran.
Diese Milliarden-Investitionen fließen direkt in die Auftragsbücher spezialisierter Anbieter. Davon profitiert CoreWeave als Infrastruktur-Provider besonders stark. Das Marktumfeld für Hochleistungsrechner bleibt extrem robust.
Enge Allianz mit Nvidia
Das Analysehaus Morningstar sieht CoreWeave als erste Wahl für spezialisierte KI-Rechenleistung. Ein zentraler Vorteil ist die technologische Verzahnung mit Nvidia. Die Analysten beziffern den fairen Wert der Aktie auf 106 US-Dollar.
Konkurrenz durch Meta sehen die Experten gelassen. Meta plant zwar eigene Kapazitäten, was jedoch vor allem das massive Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage unterstreicht. Bis 2030 könnte der US-Cloud-Markt die Marke von einer Billion Dollar überschreiten.
Fokus auf den Quartalsbericht
Im August veröffentlicht CoreWeave die Zahlen für das zweite Quartal. Analysten erwarten einen massiven Umsatzsprung auf 2,56 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert noch bei rund 1,2 Milliarden Dollar.
Die Expansion kostet jedoch viel Geld. Der Verlust pro Aktie dürfte sich wegen der hohen Investitionen auf 1,27 Dollar ausweiten. Entscheidend bleibt, wie effizient das Unternehmen den hohen Auftragsbestand in operativen Cashflow ummünzt.
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