CoreWeave Aktie: Großaktionär trennt sich von Millionenpaket
Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 05:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Innerhalb weniger Tage hat Magnetar Financial, Großaktionär und Direktor bei CoreWeave, Aktienpakete im Gesamtwert von fast 480 Millionen Dollar verkauft. Die gestaffelten Transaktionen zwischen dem 12. und 14. August ziehen sich durch mehrere Meldungen und werfen die Frage auf, was hinter dem Rückzug steckt.
Drei Verkaufswellen in einer Woche
Am 12. August trennte sich Magnetar von Aktien im Wert von rund 231,6 Millionen Dollar, zu Preisen zwischen 107 und 108,64 Dollar je Aktie. Einen Tag später folgte ein weiteres Paket im Wert von etwa 213,8 Millionen Dollar, diesmal zu Kursen bis 115,61 Dollar. Am 14. August kam ein kleinerer Verkauf über 307.131 Aktien beziehungsweise rund 33,4 Millionen Dollar hinzu.
Die Papiere gingen damit größtenteils oberhalb des aktuellen Kurses von 105,26 Dollar über den Tisch. Magnetar hält die Anteile über ein Geflecht aus Fonds, für die das Unternehmen als Investmentberater fungiert — die Beteiligungsverhältnisse bleiben trotz der Verkäufe umfangreich.
Zum Vergleich: Ein separater Verkauf von COO Sachin Jain über eine einzelne Aktie im Rahmen eines bereits 2025 aufgesetzten Handelsplans fällt dagegen kaum ins Gewicht.
Fundamentaldaten liefern Kontrastprogramm
Die Verkäufe von Magnetar fallen in eine Phase, in der CoreWeave operativ deutlich zulegt. Das Unternehmen hatte zuletzt die Jahresprognose angehoben und kräftiges Wachstum bei Auftragseingang und Kapazitäten gemeldet. Die Aktie legte in der vergangenen Woche um 16 Prozent zu und liegt seit Jahresbeginn rund 47 Prozent im Plus.
Die Analystenlager bleiben allerdings gespalten. Während Cantor Fitzgerald das Kursziel auf 178 Dollar anhob und Truist Securities auf 155 Dollar kommt, sieht Bernstein SocGen mit einem Ziel von 74 Dollar und einer Underperform-Einstufung deutlich mehr Risiken.
DA Davidson bleibt bei 100 Dollar neutral eingestuft. Diese Spanne zwischen 74 und 178 Dollar spiegelt eine grundsätzlich unterschiedliche Einschätzung der Bewertung wider, trotz vergleichbarer operativer Datenbasis.
Insider-Verkäufe eines Großaktionärs sind für sich genommen kein Alarmsignal — sie fallen oft mit Kursanstiegen zusammen, wenn Fonds Gewinne realisieren. Bei CoreWeave bleibt entscheidend, ob die massive Investitionsplanung von bis zu 39 Milliarden Dollar für das laufende Geschäftsjahr die versprochenen Kapazitätszuwächse tatsächlich in Umsatz übersetzt.
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